Auftaktveranstaltung in Rethem / Massiver Rückgang der Flächen

Mehr Grün an der Aller

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Dr. Johann Schreiner (links), Direktor der Alfred Töpfer Akademie für Naturschutz, begrüßte die Gäste im Burghof. Vorn rechts Oliver Schulze, Erster Kreisrat und Vorstandsvorsitzender der Naturschutzstiftung Heidekreis. Foto (3): Fred Raczkowski

Rethem - Grüne Wiesen, auf denen Kühe weiden und der Storch herumspaziert – so stellt man sich das Allertal vor. Das gibt es auch noch, aber die Idylle ist in Gefahr: „Der massive Rückgang des Grünlands im Allertal ist eines der größten Probleme,“ warnte Dr. Johann Schreiner im Rethemer Burghof.

Der Direktor der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz ist auch Stiftungsratsvorsitzender der Naturschutzstiftung, die in Rethem ihr Projekt „Aller-Grün“ vorstellte. Die Idee: den Rückgang des Grünlands stoppen.

Besonders unterstützt wird das dreijährige Programm von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Von der Stiftung war Naturschutz-Experte Dr. Reinhard Stock in den Burghof gekommen. Auch Stock beklagte die großen Verluste an Flächen, vor allem an Feuchtgrünland: „Ein hoher Artenverlust ist dann die Folge.“ Da die Flächen in Deutschland inzwischen so knapp seien, müssten alle Akteure, vor allem auch die Landwirte, von Anfang an dabei sein, wenn es darum gehe, gegen diese Entwicklung anzugehen.

Oliver Schulze, Erster Kreisrat und Vorstandsvorsitzender der Naturschutzstiftung, dankte der Umweltstiftung für ihre Unterstützung. Gerade am Rethemer Burghof könne man noch die wunderbare Natur das Allertals erleben, meinte Schulze: „Der Veranstaltungsort für den Auftakt des Projektes hätte wahrlich nicht besser gewählt werden können.“ Ziel sei es, die Interessen von Landwirtschaft und Naturschutz zusammenzuführen: „Die landwirtschaftlichen Betriebe sind ganz wichtige Partner. Es sollen betriebswirtschaftliche Maßnahmen erarbeitet werden, die gleichzeitig dem Naturschutz dienen.“

Auch Dr. Stefan Dreesmann, Referent im Landwirtschaftsministerium, hob die Verknüpfung von Naturschutz und Landwirtschaft hervor. Ideal wäre es, so Dreesmann, wenn sich die Bewirtschaftung von Grünland für die Landwirte auch rechne.

Zusammen mit landwirtschaftlichen Partnerbetrieben sollen nun Maßnahmen geplant und erprobt werden. Eine besondere Software, die DDS-Ecopay, und ein Praxisleitfaden könnten später die Landwirte und andere regionale Akteure bei der Umsetzung unterstützen.

Am Ende der Veranstaltung begaben sich die Teilnehmer noch auf eine Exkursion zur Besichtigung von beispielhaften Grünlandflächen in der Allerniederung. Besucht wurden drei Betriebe in Hademstorf und Essel. Weitere Informationen über das Projekt gibt es auch im Internet, unter der Adresse www.naturschutzstiftung-heidekreis.de.

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