Autofahrer sollen Einrichtung in Böhme besser erkennen können

Aufmerksamkeit für die Kinder

Der Kindergarten rechts hinter einem Baum ist für Autofahrer kaum zu erkennen. Foto: Bätje

Böhme – Der Kindergarten in Böhme liegt direkt an der Landesstraße 159, aus Ahltenwahlingen kommend kurz nach dem Ortseingang. Die Einrichtung befindet sich hinter einer dichten Hecke in einem etwas zurückliegenden Haus. Für Außenstehende ist der Kindergarten kaum zu erkennen. Das sehen einige Eltern als Problem, da Verkehrsteilnehmer an dieser Stelle nicht mit Kindern rechneten. Autofahrer seien aufmerksamer, wenn Schilder oder Verkehrsinseln vorhanden seien.

In der jüngsten Ratssitzung der Gemeinde Böhme wollten drei Mütter wissen, warum es keinen Fußgänger überweg gebe oder nicht einfach ein offizielles Schild „Achtung Kinder“ aufgestellt werden könne. Das Problem existiere, seit der Kindergarten besteht, hieß es. Es sei schon zu viel, wenn nur 100 Autos am Tag dort langführen und 80 Prozent davon von zu schnell seien.

Gemeindedirektor Cort-Brün Voige und Bürgermeister Gert Jastremski erkannten das Problem, konnten aber keine zufriedenstellende Lösung anbieten. „Zuständig ist die Landesstraßenbauverwaltung“, sagte Voige. „Wenn die Kommune abweichend von der Zuständigkeit etwas verändern möchte, muss sie das auf eigene Kosten. Aber Land, Polizei und Landkreis müssen zustimmen.“ Das sei die Schwierigkeit. Die Kriterien für das Aufstellen von Schildern und für Querungen seien von Bundesland zu Bundesland verschieden. So, wie sich die Situation vor Ort darstelle, werde Böhme keine Genehmigungen erhalten. Unter anderem seien die Zahlen der Autos und der querenden Fußgänger deutlich zu niedrig.

Die zuständige Mitarbeiterin bei der Straßenverkehrsbehörde Heidekreis habe gesagt, dass Mittel aus dem Schulbushaltestellenprogramm für den Umbau der Haltestellen beantragt werden könnten, erzählte Voige weiter. Das helfe nicht entscheidend weiter

Die Mütter berichteten, dass es in anderen Orten des Heidekreises Schilder vor Kindergärten gebe. „Das sind Gemeindestraßen“, sagte Jastremski. Dort dürften die Gemeinden entscheiden.

Gemeinsam entstand die Idee, ein buntes, grelles Schild aufzustellen, um die Aufmerksamkeit der Autofahrer zu erregen. Ob das möglich ist, bleibt abzuwarten. Ratsmitglied Udo Heuer warnte, dass es an Landesstraßen auch Vorschriften für privat aufgestellte Schilder gebe. Gespannt dürfen alle sein, was sich Eltern und Kindergartenmitarbeiter einfallen lassen, um auf die Kinder hinzuweisen.  sal

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