Böhmes Bürgermeister Gert Jastremski im Interview

„Auch die nächste Generation soll gerne hier leben“

Gert Jastremski.

Böhme - Drei der vier ehrenamtlichen Bürgermeister in der Samtgemeinde Rethem stellen sich am 11. September erneut zur Wahl. In Interviews haben sie Fragen zu ihrer Amtszeit beantwortet. Heute äußert sich Gert Jastremski, Bürgermeister der Gemeinde Böhme.

Welche Ziele hatten Sie, als Sie Bürgermeister der Gemeinde Böhme wurden?

Jastremski: Unsere Liste und auch ich hatten vordringlich die folgenden Ziele: die weitere Konsolidierung der jeweiligen Haushalte der Gemeinde Böhme, Schuldentilgung und kein Kontokorrentkredit mehr. Außerdem die Erhaltung und mögliche Verbesserungen der Infrastruktur. Der Bürgermeister sollte durch die Übertragung der Verwaltungsaufgaben auf die Rathausmitarbeiter/Samtgemeinde entlastet werden.

Wie sieht die Bilanz der vergangenen fünf Jahre aus?

Jastremski: Die Jahreshaushalte wurden stabilisiert, Darlehen wurden ordentlich getilgt und keine neuen Schulden aufgenommen. Alle Investitionen und Reparaturen wurden aus vorhandenen Mitteln bezahlt. Auch dank der Mitarbeiter des Kindergartens wurde dieser wieder attraktiver aufgestellt und dadurch vermehrt angenommen. Im Obergeschoss wurden Räumlichkeiten für die engagierte Tagesmutter eingerichtet. Durch diese Einrichtung können Eltern über die Regelbetreuungszeit hinaus einen Frühdienst und einen Spätdienst bis 17 Uhr in Anspruch nehmen. Das ist eine von den Eltern begrüßte Maßnahme die hervorragend angenommen wird. Vereine und Organisationen der Gemeinde wurden finanziell unterstützt und es wurde Hilfestellung gegeben. Diese ehrenamtlich geleiteten Einrichtungen sind sehr wichtig für unsere Gemeinde, bilden sie doch auch unser Leben neben den jeweilig ausgeübten Berufen ab. In den vergangenen fünf Jahren wurden Straßen und Wege erneuert, eine Flurbereinigung in Bierde durchgeführt, die Böhmebrücke in Neumühen neu aufgebaut und andere Maßnahmen, zum Beispiel im Kindergarten, zum Erhalt der Infrastruktur der Gemeinde durchgeführt. Die Verwaltungsgeschäfte wurden auf das Rathaus übertragen, denn der Umfang der Bürokratie nimmt zu und ist von einem ansonsten voll berufstägigen Bürgermeister kaum zu bewältigen.

Was möchten Sie in Böhme in einer weiteren Amtszeit bewegen?

Jastremski: Wichtig sind mir und uns folgende Dinge: die Beibehaltung der ordentlichen Haushaltsführung, also weitere Darlehenstilgung und keine neuen Schulden. Außerdem die Erhaltung und weitere Stabilisierung der Steuereinnahmen der Gemeinde Böhme, dazu gehören gute Wohnmöglichkeiten und auch das Vorhalten von Arbeitsplätzen sowie ein gutes und vertrauensvolles Zusammenarbeiten mit den Arbeitgebern beziehungsweise Unternehmen. Es geht auch um das weitere Vorhalten von Baumöglichkeiten in der Gemeinde. Familien sind uns sehr willkommen, hier wollen wir behilflich sein. Das Angebot des Kindergartens und der Tagesmutter soll aufrecht erhalten und den Eltern weiterhin angeboten werden. Es geht auch darum, Vereine und Organisationen in der Gemeinde zu fördern und ihnen zur Seite stehen. Es gilt, das Freizeitseeprojekt „Rethemer Fähre“ sehr aufmerksam zu begleiten und die Bauplanung so aufzustellen, dass die Interessen aller Beteiligten gewahrt werden. Die Bürger sollen beteiligt und vollumfänglich informiert werden. Wir setzen uns sehr für das Nachfolgeprojekt der Dorferneuerung, die Dorfentwicklung von Bierde bis Wittlohe, ein. Der Bewerbungsantrag ist eingereicht und wir versprechen uns weitere gute Möglichkeiten, die Dörfer unter der Mitarbeit der Einwohnerinnen und Einwohner nach deren Wünschen und unseren finanziellen Möglichkeiten weiterzuentwickeln, damit auch die nächste Generation gern hier leben möchte. Das Ehrenamt als eine wichtige Säule in unserer Gemeinde soll weiterhin unterstützt und gefördert werden. 

sal

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