Betriebskindergarten „rein theoretisch“

Asbestsanierung mit größter Vorsicht

Rethem - Der Rethemer Stadtrat hat am Mittwochabend der erneuten Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Träger öffentlicher Belange bei den Bebauungsplänen „Stöckener Straße“ und „Gewerbegebiet Hainholzstraße“ zugestimmt.

In Sitzungsunterbrechungen beziehungsweise der Einwohnerfragestunde wollte Heinz Uelzen wissen, wer die Kosten für die Anbindung des Gewerbegebietes in Form einer Linksabbiegerspur übernehmen werde. Egra-Geschäftsführer und Ratsmitglied Dieter Moll antwortete, dass das Sache der Unternehmen sei. Uelzen wollte weiter wissen, warum Betriebskindergärten auf dem Gelände zulässig sein sollen. „Das ist total blödsinnig, zumal auf dem belasteten Gelände.“ Moll antwortete, dass die Egra das Gelände mit viel Geld und sehr vorsichtig entlaste – in Abstimmung mit dem Landkreis. „Sogar die Dachflächen werden wir anfassen.“ Betriebskindergärten seien ein Vorschlag des Planers gewesen. Wolfgang Leseberg erklärte, dass keine Genehmigung erteilt werde, wenn sich herausstelle, dass das Gelände belastet sei. Das Ganze sei rein theoretisch. Der B-Plan sei Voraussetzung für weitere Fördermittel.

Sanierungsbeginn B 209 wohl im Oktober

Bei der Beschlussfassung über die Erneuerung der Straßenbeleuchtung in der Londystraße, der Parkstraße, im Pappelweg und Im Hainholzfeld wurde die Sitzung für Nachfragen der Zuhörer unterbrochen. Mit Blick auf die Kostenbeteiligung der Anwohner wollte Heike Hohls wissen, ob die Parkstraße eine Durchgangsstraße sei. Stadtdirektor Cort-Brün Voige ließ sich auf keine Diskussion ein. Zum jetzigen Zeitpunkt könne er keine Aussage machen. Einordnungen würden nach den vorgegebenen Kriterien vorgenommen. Es gehe noch nicht um die Kosten und die Auftragsvergabe. Die Linienbusse, die die Schule ansteuerten, seien kein Durchgangsverkehr. „Sie fahren einen Anlieger an.“ Heike Hohls kritisierte, dass die Ecke am Schulgarten mit den LEDs jetzt nur noch sehr schwach ausgeleuchtet sei. Das Licht reiche nicht von einer bis zur nächsten Lampe. „Das müssen wir prüfen“, sagte Bürgermeister Frank Leverenz. Auf die Frage, warum denn die Schule nachts beleuchtet werden muss, antwortete Voige, dass eine entsprechende Vorschrift befolgt werden müsse.

Bei der Beratung erklärte der Stadtdirektor, dass es die Möglichkeit gebe, noch ausstehende Punkte im Sanierungskonzept zusammenzufassen. Der Schwellenwert für eine Förderung vom Bund liege bei 25 000 Euro. Das sei zu erreichen, obwohl die Masten nicht förderfähig seien. Der Beschluss über die Erneuerung der Beleuchtung und die Kostenspaltung fiel einstimmig.

Im Sitzungsverlauf stellte Dieter Moll die Fortschritte der Egra auf dem ehemaligen Toschi-Gelände vor. Auf die Frage einer Zuhörerin, ob denn bei der Asbestsanierung keine Gefahr für die Bevölkerung entstehe, antwortete Moll, dass die Egra von einem Ingenieurbüro betreut werde. Ein Gesundheitskoordinator kümmere sich um jede einzelne Maßnahme. „Wir passen da sehr auf.“

Die Sanierung des Straßenbelages der B 209 und der L 200 in der Ortsdurchfahrt Rethem befinde sich noch in der Vorplanung durch die Straßenbauverwaltung in Verden, berichtete Voige. Die Stadt habe ihren Wunsch mitgeteilt, einbezogen zu werden, um gegebenenfalls die Bereiche des Radweges, der Parkbuchten und der Bürgersteige neu gestalten zu können. Auch hätten sie den Wunsch mitgeteilt, den Geh- und Radweg an der Hainholzstraße zu erneuern. Mit der Umsetzung solle im Oktober begonnen werden. Die Planung werde am Mittwoch, 25. Mai, im Bauausschuss vorgestellt.

Voige teilte weiter mit, dass die Gespräche mit der Grundstückserschließungsgesellschaft der Sparkasse Walsrode zur Erschließung eines weiteren Abschnittes im Baugebiet Mühlenfeld 4 weit fortgeschritten seien.

Trotz eingestellter Haushaltsmittel werde die Beleuchtung im Kindergarten nicht auf LED umgerüstet. Eine Grobanalyse eines Fachbetriebes habe ergeben, dass eine solche Maßnahme nicht wirtschaftlich sei, selbst mit Fördermitteln. - sal

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