Parkbuchten sowie Geh- und Radweg erneuern

Arbeiten im Zuge der B 209-Sanierung

Der Geh- und Radweg an der Hainholzstraße. - Foto: Elling

Rethem - Die Sanierung der B 209 und die in diesem Zug geplante Erneuerung des Geh- und Radwegs an der Hainholzstraße auf Seite der Schule sowie der Parkbuchten an der Langen Straße sorgen für Unruhe in der Stadt. Das wurde auf der jüngsten Sitzung des Stadtrates im Burghof deutlich. Zahlreiche Einwohner nutzten die Gelegenheit, um sich zu informieren und Fragen zu stellen. Der Rat beschloss mehrheitlich beide Maßnahmen.

Stadtdirektor Cort-Brün Voige stellte die von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr geplante Sanierung der B 209 vom Ortseingang bis circa zum Raumausstattergeschäft Leverenz und der L 200 von der Kreuzung Pohlmann/Allianz bis zum Ortsausgang Richtung Eystrup noch einmal vor (wir berichteten).

Anlieger werden an Kosten beteiligt

Die Verwaltung möchte im Zuge der Arbeiten die Parkbuchten entlang der L 200 erneuern. Diese seien abgängig und die Entwässerung nicht mehr funktionsfähig. Hierfür seien im Haushalt 60 000 Euro eingeplant. Die Straßenbaubehörde schätze die Kosten auf 78 000 Euro, berichtete Voige. Da die Erneuerung der Bergstraße nicht in diesem Jahr ausgeführt werde, könnten Mittel aus diesem Projekt für die Parkbuchten zur Verfügung gestellt werden, sagte Voige. Die Maßnahme sei straßenausbaubeitragspflichtig. 60 Prozent der Kosten könnten auf die Eigentümer der Grundstücke umgelegt werden.

Für die Erneuerung des Geh- und Radweges an der Hainholzstraße, der sehr starke Schäden aufweise, habe die Straßenbaubehörde Kosten von rund 105 000 Euro geschätzt. Haushaltsmittel ständen nicht zur Verfügung, erläuterte der Stadtdirektor. Auch hierfür könnten Mittel aus dem Projekt Bergstraße verwendet werden. 50 Prozent der Kosten könnten umgelegt werden. Die Anwohner hätten bereits ein entsprechendes Schreiben mit den voraussichtlich auf sie zukommenden Kosten erhalten. Voige erzählte, dass die Vorhaben im Zuge der Arbeiten der Straßenbaubehörde deutlich kostengünstiger durchgeführt werden könnten, als separat und zu einem anderen Zeitpunkt.

In einer Unterbrechung der Sitzung hatten die Grundstückseigentümer Gelegenheit, Fragen zu stellen. So ging es zum Beispiel um die Veranlagungsgrundlage. Das sei die Anliegerbeitragssatzung, so der Stadtdirektor. Die Faktoren, die eine Rolle spielten, seien zum Beispiel die Grundstücksgröße und die mögliche Nutzung. Voige riet jedem, der noch Fragen habe, sich an das Bauamt im Rathaus zu wenden.

Es folgte eine Diskussion darüber, ob die Parkbuchten wirklich abgängig sind. Voige erläuterte, dass die Sanierung der Parkbuchten schon seit Jahren geschoben werde. Jetzt werde nur die Umsetzung konkret.

An die Vernunft der Lehrer appellieren

Anlieger äußerten ihren Unmut über Lehrer der Rethemer Schule, die ihre Einfahrten dichtparkten. An der Sporthalle sei ein Parkplatz vorhanden, der nicht genutzt werde. Frank Leverenz, CDU, versprach, an die Vernunft der Lehrer zu appellieren und ein Gespräch mit der Schulleitung zu suchen. Voige sagte, dass ursprünglich parkende Autos gegenüber der Schule gewünscht worden seien, um eine Verkehrsberuhigung zu schaffen.

Ob die Anlieger der dem Geh- und Radweg gegenüberliegenden Straßenseite auch Beiträge zahlen müssen, beantwortete Voige mit einem klaren Ja. Harm-Dirk Hüppe, Allgemeiner Vertreter, erklärte, dass der Straßenkörper als Ganzes profitiere.

Zum Thema Sperrungen während der Sanierungsarbeiten von B209 und L200 sagte Voige, dass versucht werde, Aussagen zu Detailfragen zu erhalten.

Dieter Moll, SPD, wollte die Entscheidung vertagen, um unter anderem zu prüfen, ob es Fördermittel für die Vorhaben gibt. Voige antwortete, dass dies, soweit ihm bekannt, nicht der Fall sei. Allein durch die Masse sei die Ausführung im Zuge der Sanierung der Ortsdurchfahrt preiswerter. - sal

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