Arbeiten zur Sanierung des Ratskellers in Rethem laufen / Mitstreiter gesucht

„Wir liegen voll im Plan“

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So könnte der Ratskeller nach der Sanierung aussehen.

Rethem - „Was ist eigentlich mit dem Ratskeller?“ Diese Frage hat Dieter Moll, Geschäftsführer der Eigentümerin Egra (Energie- und Gewerbepark GmbH), von Rethemer Bürgern in den vergangenen Wochen häufiger gehört. Nach der Preisverleihung des Ideenwettbewerbs war es still um das Projekt geworden. Doch das heiße nicht, dass nichts passiert, so Moll. „Wir liegen voll im Plan.“ Er stellte die Fortschritte am Donnerstag in einem Pressegespräch vor.

Die Egra strebt neben der Sanierung des Gewerbegrundstücks Toschi die Sanierung und Vermarktung sowie Nutzung des Ratskellers an. Ziel ist die Wiedernutzung des ortsbildprägendes Gebäudes, die Verbesserung der Attraktivität des Stadtkerns und vor allem die Schaffung von Arbeitsplätzen. Wichtig sei, dass das ganze Vorhaben von den Bürgern mitgetragen werde und öffentliche Unterstützung aus Politik und Verwaltung erfahre.

Das Jahr 2015 sei von Anfang an für das Einwerben von Spenden und die Planung vorgesehen gewesen, sagte Moll. Dazu gehöre auch die Überarbeitung des vorliegenden Bauantrags. 2016 solle der neue gestellt werden, darauf werde der Beginn der Sanierungsarbeiten folgen. Ein Fragezeichen steht hinter deren möglichem Ende 2019.

Die „Freunde des Ratskellers“, eine zehnköpfige Arbeitsgruppe, beschäftigt sich seit Beginn des Jahres mit der Planung. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein tragfähiges Nutzungs- sowie ein Betriebs- und Betreiberkonzept zu erstellen. Denkbar seien hier zum Beispiel eine Genossenschaft, ein Verein oder eine GmbH, aber auch ein Einzelbetreiber. Auch ein Steuerberater sei hierzu schon befragt worden.

„Ein Haufen Arbeit steckt schon drin“, erzählte Moll. „Wir haben uns intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt.“ Generell seien sie sich einig, dass der Ratskeller möglichst historisch wieder hergestellt werden soll. Unstrittig sei, dass die Umsetzung der Pläne phasenweise erfolgen soll, berichtete Moll. „Man muss viel Geld in die Hand nehmen.“ Allein der Bauantrag koste etwa 30000 Euro. Und das Einwerben von Geld brauche Zeit.

Nach den Vorstellungen der Gruppe soll der Ratskeller einen Markt, ein Fahrrad-Hotel und einen gastronomischen Betrieb beherbergen. Angestrebt wird ein integrativer Treffpunkt für Jung und Alt.

Zielgruppen für das Hotel mit 18 Zimmern und 30 Betten seien Radfahrer, Touristen, Seminarteilnehmer und Monteure. Konkurrenz zu anderen Betrieben solle nicht entstehen, betonte Moll. Angestrebt werde im Gastronomiebereich eine durchgehende Küche von 11 bis 21 Uhr. Im Bereich des ehemaligen Saals sei es geplant, einen Wochenmarkt mit regionalen Produkten, Haus- und Handgemachtem einzurichten. Darüber hinaus solle ein Spielbereich für Kinder auf dem Hof und drinnen entstehen. „Mit einigen spektakulären Dingen“, versprach Moll und sprach von einer Riesenrutsche. Die müsse allerdings erst einmal genehmigt werden.

Serge Gus, Betreiber von „La Brasserie“ in Walsrode, saß mit am Tisch – als möglicher Betreiber. Er stellte die Frage nach den Parkplätzen. Sie seien Voraussetzung dafür, dass ein Betrieb Erfolg habe. Moll antwortete, dass es genügend Parkbuchten in der Nähe gebe. Aber idealerweise würden welche in der Mühlenstraße geschaffen. Ein Planungsbüro beschäftige sich mit dem Bereich, erklärte Moll. Grund sei die Anerkennung als städtebauliches Sanierungsgebiet.

Es gebe übrigens auch einen Investor, der Interesse geäußert habe, berichtete Moll. Voraussetzung sei, dass es einen Betreiber oder eine Betreibergemeinschaft gebe.

Die „Freunde des Ratskellers“ suchen übrigens noch Mitstreiter. Wer Interesse hat, sich zu an den Planungsarbeiten beteiligen, sollte sich an den Koordinator Jens-Uwe Meyer, Telefon 05165/1587, E-Mail-Adresse jensemeyer@web.de, wenden.

sal

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