Anwohner der Alten Dorfstraße in Altenwahlingen klagen über Schnellfahrer

Private Schilder als Warnung

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Für sie wird noch der ideale Platz gesucht: die Container in Altenwahlingen.

Böhme - Den Antrag auf verkehrsberuhigende Maßnahmen und einen anderen Standort für die Container haben Anwohner der Alten Dorfstraße in Altenwahlingen in einem Schreiben an Gemeindedirektor Cort-Brün Voige gestellt. Beigefügt waren Unterschriftenlisten. Im Dorf herrscht nicht zuletzt wegen der Container seit einiger Zeit Unruhe. Jetzt nahm sich der Gemeinderat des Themas an.

Bürgermeister Gert Jastremski zu dem Schreiben: Zur Begründung des Antrags stehe dort, dass die Straße dazu verleite, zu schnell zu fahren. Das sei für spielende Kinder sehr gefährlich. Und auch die sechs Container für Altglas, Elektrokleingeräte und Kleidung seien sehr ungünstig platziert. „Auf der Wiese spielende Kinder sehen die Autos nicht und die Autofahrer sehen die Kinder nicht.“

Er habe versucht zu ermitteln, wie viele Sprinter und Busse täglich durch die Straße fahren. Es seien nur bis zu zehn, sagte Jastremski. „Aber wenn kleine Kinder auf der Straße spielen, ist das immer ein Problem.“ Manchmal habe man auch mit 30 Stundenkilometern keine Chance. Alleine die schlechte Überschaubarkeit zwinge zum Langsamfahren. Ratsherr Wilhelm Röpe ergänzte, dass sich auch nicht jeder an ein 30er-Schild halte. Einer der Anlieger sagte, dass in der Alten Dorfstraße selbst die Anwohner zu schnell seien. Aber: „Lass mal was passieren, dann sagen wir: Hätten wir bloß was gemacht.“

„Wir müssen schauen, was wir verändern können“, erklärte der Bürgermeister. Schraube man zum Beispiel so genannte „Berliner Kissen“ auf die Straße, dann müsse jedes Auto bremsen, holpere darüber und beschleunige wieder. „Das ist für die, die dort wohnen, nicht angenehm.“ Einige Anlieger nickten daraufhin zustimmend. Eine einheitliche Meinung, was geschehen soll, war jedoch nicht zu erkennen.

„Was sich mir nicht erschließt, ist das Hauptziel“, so Jastremski. Beklagt würden die Schnelligkeit und die Unübersichtlichkeit. Aber auf einer übersichtlicheren Straße seien Autos schneller unterwegs.

Voige sagte, dass grundsätzliche Maßnahmen im Ermessen der Kommune lägen. Eine echte Geschwindigkeitsreduzierung sei jedoch nur durch bauliche Maßnahmen zu erreichen.

Versammlung

im Oktober

Eine Frau erklärte, dass es helfen würde, den „Glastourismus“ fernzuhalten. Und es wäre sinnvoll, optisch darzustellen, wo Kinder wohnten. Sie denke an Pappmännchen oder ähnliches. Dies griff Jastremski auf. Solche oder vergleichbare Schilder könnten Anlieger ohne Absprache sofort auf ihrem Privatgrund aufstellen. Sie dürften nur nicht verkehrsgefährdend sein. Die Kosten werde die Gemeinde erstatten.

Im Oktober ist ein Treffen mit den Anliegern geplant, um das Thema zu erörtern und gegebenenfalls andere oder einheitliche Maßnahmen zu ergreifen. Jeder solle sich Ziele überlegen, forderte Jastremski auf.

Momentan ständen noch fünf Container am jetzigen Platz, sagte der Bürgermeister. Demnächst seien es vier, weil die DLRG einen abziehe. Ursprünglich seien es sechs gewesen.

Als mögliche Standorte nannte Jastremski den bisherigen Bereich, den beim Denkmal und die Buswendeschleife. Ein Einwohner schlug vor, einen Stellplatz an der alten Bushaltestelle einzurichten. Dort gebe es eine Einfahrschneise und einen hervorragend geeigneten Platz zwischen zwei Bäumen. Jastremski dankte für den Hinweis und wollte sich die Stelle ansehen.

Voige sagte, dass das Dorf über den Standplatz abstimmen solle. Erst dann werde er die Abfallwirtschaft Heidekreis kontaktieren und den Wunsch zur Umsetzung vortragen. Zum Thema Container wird es noch weitere Gespräche im Dorf geben.

sal

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