Kreisausschuss stimmt Modellversuch zu

Anrufsammeltaxi für Rethem

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Bad Fallingbostel - Der Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr, Tourismus und Feuerwehr hat am Dienstagabend grünes Licht für ein Anruf-Sammel-Taxi (AST) in der Samtgemeinde Rethem gegeben. Das Gremium empfiehlt dem Kreisausschuss, einen zum bestehenden ÖPNV ergänzenden Verkehr mit AST zum nächstmöglichen Zeitpunkt als befristeten Modellversuch mit einer Dauer von drei Jahren zu erproben. Grundlage ist ein Konzept der Verkehrsgesellschaft Nord-Ost-Niedersachsen.

Die einmaligen Realisierungskosten in Höhe von voraussichtlich 7000 bis 10.000 Euro will der Heidekreis zu 100 Prozent übernehmen. An den laufenden Kosten, die ebenfalls vermutlich 7000 bis 10.000 Euro jährlich betragen, wird eine Beteiligung der Samtgemeinde Rethem beziehungsweise ihrer Mitgliedsgemeinden in Höhe von 25 Prozent erwartet.

Projekt läuft erst einmal drei Jahre

Der Erste Kreisrat Oliver Schulze sagte, dass das Thema die Verwaltung schon länger beschäftige. Deshalb sei eine Studie erstellt worden. Samtgemeindebürgermeister Cort-Brün Voige habe Interesse bekundet, das AST im Rethemer Raum zu erproben.

Vorgesehen sind drei Linien, die werktags verkehren sollen. Eine führt von Rethem über Hedern, Frankenfeld, Neu Bosse, Bosse, Eilte, Ahlden, Hodenhagen und zurück, eine weitere von Rethem über Bierde, Böhme, Altenwahlingen, Kirchwahlingen, Groß und Klein Häuslingen zurück nach Rethem. Die dritte Linie verbindet schließlich Rethem, Stöcken, Wohlendorf und wieder Rethem. Diese Linien seien mit der Samtgemeinde abgestimmt worden, sagte Schulze. Von Voige habe der Landkreis auch ein positives Feedback erhalten, dass die Samtgemeinde bereit sei, den 25-prozentigen Kostenanteil zu übernehmen.

Klaus Kunold, BBB/WBL, fragte, warum nicht Rethem 75 Prozent der laufenden Kosten tragen könne. Das wäre doch normal. „So ist es mit der Samtgemeinde abgestimmt“, antwortete Schulze.

Variante soll ein „Anreiz“ sein

Thomas Kohlmeyer, beim Heidekreis für den ÖPNV zuständig, erläuterte, dass eine hälftige Kostenteilung üblich sei. Aber da es sich um ein dreijähriges Pilotprojekt handele und Rethem unterversorgt sei, habe man sich auf die vorliegende Variante geeinigt. „Wir wollen erst mal einen Anreiz bieten.“

Dr. Hans-Joachim Wangnick, CDU, bezeichnete das Pilotprojekt als „durchaus sinnvoll.“ Bisher gebe es mit dem AST unterschiedliche und auch unerfreuliche Erfahrungen. In der Rethemer Modellregion solle nun geguckt werden, wie so etwas auszugestalten sei, nach dem Motto: „Was kann ich daraus lernen und optimieren?“ Der ÖPNV für den gesamten Heidekreis (ohne Schiene) würde in Form von AST 500 000 Euro kosten, gab er zu bedenken.

Parteikollegin Silke Thorey-Elbers wollte wissen, ob andere Regionen zugunsten von Rethem auf der Strecke geblieben seien. Schulze antwortete, dass die Samtgemeinde immer wieder den Kontakt gesucht und ihr Interesse bekundet habe. „Andere können sich gerne weiterhin an uns wenden.“

Modell auch für andere Gemeinden sinnvoll?

Ziel sei es letztlich, herauszufinden, ob ein AST auch für andere Kommunen sinnvoll sein könnte. „Es handelt sich um überschaubare Beträge. Wir sollten es auf jeden Fall versuchen“, sagte der stellvertretende Ausschussvorsitzende Metin Colpan, SPD, abschließend. Dies sahen die Politiker offensichtlich genauso. Sie votierten einstimmig für das Projekt.

Ein ergänzender Beschluss zur Anteilsfinanzierung muss noch von den Gremien der Samtgemeinde Rethem beraten werden. 

sal

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