Nach Ende der Modellphase Erweiterung des Streckennetztes rund um Rethem geplant

Anrufsammeltaxi darf weiterfahren

Bunte Prospekte für das  Anrufsammeltaxi  in der Samtgemeinde Rethem.
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Das Anrufsammeltaxi erfreut sich in der Samtgemeinden Rethem großer Beliebtheit.

Rethem – Das zunächst als dreijähriger Modellversuch eingerichtete Anrufsammeltaxi (AST) in den Samtgemeinden Rethem und Ahlden soll fortgeführt und in der Fortsetzung der Ende August endenden Modellphase noch ansprechender werden. Die Erweiterung des bisherigen Streckennetzes soll das bewirken. Als die beteiligten Modellpartner wollen der Landkreis und die beiden Samtgemeinden dem AST neuen Schwung geben und weitere Haltepunkte einrichten.

Es könnte dann auch einen ökologisch fokussierten Schub für den regionalen Personennahverkehr geben.

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss der Samtgemeinde Rethem hat in seiner jüngsten Sitzung die Empfehlung für den Rat ausgesprochen, den bisherigen Vertrag über die Finanzierung der laufenden Kosten für das AST zu verlängern. Die erforderlichen Modalitäten solle der Samtgemeindebürgermeister aushandeln. Außerdem ist eine Verlängerung des Vertrags bis auf weiteres mit Festschreibung einer jährlichen Kündigungsfrist oder alternativ um eine Verlängerung um mindestens fünf Jahre vorgesehen.

Ein weiterer Punkt der Beschlussvorlage der Verwaltung wurde nicht zur Abstimmung gebracht: die Erweiterung der Linie 6057 um die Haltepunkte „Bahnhof Hodenhagen“ und „Dorfcafé Otersen“. Dieser Tagungsordnungspunkt wurde kontrovers diskutiert, zumal nach Auffassung einiger Ausschussmitglieder die Erweiterung in Richtung Bahnhof Eystrup mehr Sinn mache, da sie den Nutzern erheblich mehr Mobilität biete. „Der Bahnhof Eystrup ist für das Gros der Rethemer sehr interessant. Von dort kommt man gut weiter“, sagte etwa Wolfgang Leseberg, SPD. Auch ein zusätzlicher Haltepunkt in Richtung Bahnhof Dörverden wurde als Beispiel für eine Erweiterung des AST genannt.

Der Vorschlag, in Otersen, Höhe Dorfladen und Allercafé, einen weiteren Haltepunkt einzurichten, fand indes nur wenig Anklang. Der, so hieß es, sei aus organisatorischer Sicht zwar mit sehr geringem Aufwand umsetzbar, da die Haltestelle in Ludwigslust kaum zwei Kilometer entfernt sei, mache aber strategisch nicht viel Sinn. Und nicht zuletzt solle das AST die Samtgemeinde Rethem und nicht den Dorfladen in Otersen stärken. Komplett aufgeben möchte der Ausschuss den Vorschlag dennoch nicht. Der Punkt wurde vertagt, um zeitnah weitere Möglichkeiten einer Erweiterung des bisherigen Streckennetzes zu evaluieren.

„Mit Blick auf das Ende der Modellphase müssen wir handeln. Sonst ist das AST Ende August vom Tisch“, betonte Samtgemeindebürgermeister Cort-Brün Voige. Hier herrschte bei den Ausschussmitgliedern weitgehend Einigkeit.

Kontrovers diskutierten die Politiker die Freischaltung eines Mängelmelders auf der Homepage der Samtgemeinde. Für diesen sprach sich insbesondere der Leiter des Fachbereichs II, Kevin Grochotzky, mit Nachdruck aus. „Wir werden von allen Seiten bombardiert“, sagte er und verwies auf die überwiegend positive Erfahrung benachbarter Kommunen mit dem Mängelmelder. Bürger könnten ihre Beschwerden online, rund um die Uhr, loswerden. Und eben diese Beschwerden, so die Überzeugung von Grochotzky, könne man mit dem Mängelmelder deutlich effektiver abarbeiten.

Die von Annette Schütz (SPD) und dem Ausschussvorsitzenden Wolfgang Leseberg (SPD) vorgebrachten Bedenken, dass der Mängelmelder eher mehr als weniger Arbeit für die Verwaltung bedeute, da es nicht nur darauf ankomme, die Mängel zu melden, sondern diese auch zügig abzuarbeiten, fanden im Ausschuss keine Mehrheit. „Wir sollten der Sache eine Chance geben und es versuchen“, regte Dr. Kathrin Wrobel an, und Voige sagte, dass es nicht nur um den Dialog mit der Verwaltung gehe. Vielmehr sei diese Plattform ein Weg zur besseren Kommunikation zwischen Bürger und Kommune.  nie

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