Anne Elise Hallwaß ist die neue Vikarin der Kirchengemeinde Rethem

„Es geht um existenzielle Fragen des Lebens“

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Anne Elise Hallwaß an der Tür zur St. Marienkirche in Rethem.

Rethem - „Ich freue mich auf die Gemeinde“, sagt Anne Elise Hallwaß. Die 31-Jährige ist die neue Vikarin in Rethem und blickt erwartungsvoll auf ihre neue Aufgabe.

Nach einem vierwöchigen Aufenthalt im Religionspädagogischen Institut Loccum begann Anne Elise Hallwaß nach den Herbstferien mit der Schulphase ihres Vikariates. Bis Mitte Januar unterrichtete sie je eine Klasse des fünften, achten und zehnten Jahrgangs der Rethemer Londy-Schule. „Das hat viel Spaß gemacht und war eine interessante Erfahrung“, sagt die 31-Jährige.

Nach ihrer offiziellen Begrüßung im Gottesdienst wird sie in der Anfangszeit Pastor Diedrich Petzold begleiten, um die Gemeinde kennen zu lernen. Am 7. Februar wird sie erstmals einen Teil des Gottesdienstes in Altenwahlingen halten.

Als Elfjährige habe sie gewusst, dass sie Pastorin werden möchte, erzählt sie. Sie sei als Kind sehr von der Ausstrahlung eines Pfarrers, eines Freundes der Familie, beeindruckt gewesen und gerne zur Kirche gegangen. Dort habe sie unter anderem Musik gemacht und beim Krippenspiel mitgewirkt.

„Ich dachte immer, ich passe da gut hin“, sagt die 31-Jährige zu ihrer Motivation, den Beruf zu ergreifen. Vor allem sei es ihr immer darum gegangen, mit Menschen zu arbeiten und trotzdem intellektuell gefordert zu sein. „Man ist mit existenziellen Fragen des Lebens beschäftigt.“

„Ich möchte gucken, was mein Weg ist“, erklärt die Vikarin. Ihr gehe es darum, die Vielfalt und Buntheit des Pastorenberufs kennen zu lernen. Es gebe ganz unterschiedliche Menschen und Frömmigkeiten und von denen könne sie viel lernen. „Ich hoffe auf gute Gespräche und Begegnungen.“ Besonders freue sie sich auf die Gottesdienste und das Verkündigen. „Es ist wichtig, die schönen, alten Worte der Bibel aktuell zu halten.“

Nicht entmutigen lässt sich Anne Elise Hallwaß davon, dass es nicht mehr „in“ ist, in die Kirche zu gehen und dass es immer weniger Pastorenstellen und Kirchenmitglieder gibt. Besonders wichtig sei es, dass Kinder einen Zugang zum Glauben erhielten. Das sei nicht einfach, aber auch besonders motivierend. „Ich möchte etwas vermitteln, weil es ganz, ganz wichtig ist.“

Als Herausforderung betrachtet es Anne Elise Hallwaß, mit Menschen anderer Religionen ins Gespräch zu treten. Dafür brauche man einen bestimmten Hintergrund, erzählt sie.

Geplant ist, dass Anne Elise Hallwaß in der Kirchengemeinde Rethem mit auf Konfirmandenfreizeit fährt und den einen oder anderen Geburtstagsbesuch übernimmt. Auch die im Gemeindeleben aktiven Kreise möchte sie kennenlernen. Die 31-Jährige spielt Geige im Kammerorchester in Nienburg und Saxophon. „Ich bin gespannt, wie sich das in meine Tätigkeit einbinden lässt.“ Die Rethemer Kirchengemeinde sei ja musikalisch sehr aktiv.

Immer wieder werde sie, bis das Vikariat endet, Zeit in Loccum verbringen, sagt die Vikarin. Dieser praktische Teil der Pastoren-Ausbildung endet mit dem Zweiten Theologischen Examen.

Zum Werdegang: Anne Elise Hallwaß wuchs in Sachsen auf und studierte Theologie und Soziologie in Leipzig. Nach dem Examen hätte sie in Sachsen ins Vikariat gehen können. Sie arbeitete jedoch zunächst für eine Studie beim Sozialwissenschaftlichen Institut der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) in Hannover. In dieser Zeit lernte sie ihren Mann kennen, der in Hannover sein Vikariat absolvierte und inzwischen Pastor der Kirchengemeinde Drakenburg-Heemsen ist. Die 31-Jährige wohnt in Heemsen.

sal

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