Gutes Wetter lockt wesentlich mehr Besucher / Traditionelles Programm

Andrang am alten Speicher

Die ältere Frauengeneration der türkischen Mitbürger füllte das Büfett. Fotos: Bätje

Rethem - Von Fritz Bätje. Am Morgen wurde noch manch banger Blick gen Himmel gerichtet, doch die Rethemer hatten Glück. Es wurde zunehmend freundlicher. Als sich die Besucher gegen 10.30 Uhr zum Gottesdienst am Allerdeich unter freiem Himmel trafen, ließ sich sogar die Sonne blicken. Manch einem schien sie sogar zu stark, denn die Gemeindemitglieder waren ihr 45 Minuten lang voll ausgeliefert. So musste der eine oder andere kreativ werden. Prompt bastelten sich einige Rethemer aus den Liederzetteln eine kleine Kopfbedeckung oder eine Sonnenblende.

Durch den Gottesdienst führte wieder Pastor Thorben Bernhardt, der sich sehr darüber freute, auch Besucher aus den Nachbarkirchengemeinden Wittlohe, Westen, Kirchboitzen und Ahlden begrüßen zu können. Unterstützt wurde er von den Bläsern des Posaunenchores unter der Leitung von Alina Sohns, die sich erst vor Kurzem der Rethemer Bläser angenommen hatte – mit stetem Erfolg wie es scheint.

Am traditionellen Ablauf des Mühlenfests hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum etwas verändert. Lediglich der Andrang war wesentlichen größer als bei den vorigen Ausgaben. Viele Radwanderer, die des Weges kamen, legten eine Rast ein, gönnten sich eine kleine Stärkung und speisten am Büfett, das wieder einmal Rethems türkische Mitbürger auf die Beine gestellt hatten. Die Auswahl war riesig. Sie reichte vom leckeren Cay (Türkischer Tee) für 50 Cent zu den erlesensten Speisen, die die türkische Küche hergibt.

Besonders interessant gestaltete sich dabei die Arbeitsteilung. Während die jüngeren Frauen mit dem Verkauf beschäftigt waren und die Männer netten Smalltalk mit den Gästen machten, war die ältere Generation der Frauen damit beschäftigt für Nachschub bei den Wraps, Pizzen oder anderem Fladbrot zu sorgen. Die Gäste durften die Köstlichkeiten auf dem Rasen, im Zelt oder auf Bänken sowie Tischen rund um Speicher und Backhaus verspeisen.

Jedoch kamen nicht nur Freunde des Kulinarischen auf ihre Kosten. Auch die Kultur stand im Mittelpunkt des Mühlenfestes. Besucher, die mehr über das kleine Freilichtmuseum in Erfahrung bringen wollten, konnte sich zum Beispiel einer Tour unter Leitung von Reinhold Drinkmann anschließen, der mit dem Inneren der Mühle bestens vertraut ist und seine Kenntnisse auch weiter zu reichen versteht. Assistiert wurde er dabei von Dr. Antje Oldenburg, die über Speicher und Backhaus informierte.

Und wer trotz der Sonne noch Energie fand, sich sportlich zu betätigen, konnte sich auf der Minigolfanlage austoben. Bei Livemusik ließ es sich auch im Londypark trefflich sehr gut aushalten.

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