Dieter Moll spricht von Glücksgriff

Henning Lübbehüsen wird neuer koordinierender Geschäftsführer der Egra

Henning Lübbehüsen zusammen mit seinem Hund Leo auf dem Egra-Gelände, wo sich in Zukunft noch weitere Unternehmen ansiedeln sollen.
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Henning Lübbehüsen zusammen mit seinem Hund Leo auf dem Egra-Gelände, wo sich in Zukunft noch weitere Unternehmen ansiedeln sollen.

Rethem – Er tritt ab dem 1. Januar 2021 in die Fußstapfen von Dieter Moll: Henning Lübbehüsen hat sich dazu bereit erklärt, zusammen mit Werner Bergmann und Gert Jastremski die Geschäftsführung der Egra zu übernehmen. Gemeinsam werden sie Molls Arbeit fortführen, wobei sie Tjorben Karkheck tatkräftig unterstützt. „Ich bin darüber sehr froh, dass ich Werner und Gert dabeihabe und Tjorben Karkheck uns assistiert“, so der 51-Jährige im Pressegespräch vor seinem Amtsantritt. „Herr Lübbehüsen ist ein Glücksgriff. Genau wie ich war er von Anfang an dabei“, so Moll, der zuvor koordinierender Geschäftsführer der Egra war und ab Januar zum Aufsichtsrat wechseln wird (wir berichteten).

„Ich erinnere mich noch gut daran, dass zu Beginn des Projektes, vor circa zehn Jahren, viele den Kopf schüttelten, als sie davon gehört haben, dass wir das ehemalige Toschi-Gelände revitalisieren wollen. Da sind dann Kommentare wie ,Schmeißt das Geld doch gleich in die Aller‘, gefallen“, erinnert sich Lübbehüsen. Zu der Zeit haben einige der jetzigen Gesellschafter der Arbeitsgruppe „Wirtschaftsförderung“ angehört, eine ehrenamtliche Bürgerinitiative, aus der sich später die Energie- und Gewerbepark Rethem/Aller Gesellschaft (Egra) entwickelte. „Zu dem Zeitpunkt stand aber natürlich noch nicht fest, dass alles so gut funktionieren würde“, fügt der gebürtige Rethemer hinzu.

Er sei damals dem Projekt beigetreten, weil er ein großes Interesse an der Weiterentwicklung von Rethem habe. „Ich wohne schon mein ganzes Leben lang hier und möchte auch nirgendwo anders hin. Die Menschen in Rethem sind toll und das Aller-Leine-Tal ist wunderschön. Aber die Stadt ist strukturschwach. Allerdings kann man daran ja etwas ändern, wie wir gemeinsam gezeigt haben“, schildert Lübbehüsen.

Neben seinen Tätigkeiten bei der Egra arbeitet der Gesellschafter bei der Allianz-Versicherung. „Seit 25 Jahren, um genau zu sein, seit 15 Jahren bin ich selbstständig und werde den Job natürlich auch ohne Einschränkungen weiterführen, denn alles, was ich für die Gesellschaft tue, passiert auf ehrenamtlicher Basis – genau wie bei Herrn Moll vor mir“, erklärt er. Lübbehüsen war bereits im Aufsichtsrat der Gesellschaft tätig und sei dementsprechend gut in alle laufenden Prozesse integriert. „Die Kommunikation untereinander funktioniert und Dieter Moll hat mich immer ausführlich informiert. Natürlich habe ich nicht denselben Wissenstand wie er, die Egra war wirklich sein Baby, aber ich weiß, dass ich und meine Mitgeschäftsführer uns auf seinen Assistenten Karkheck in sämtlichen Angelegenheiten verlassen können.“ Den habe die EGRA für Management-, Verwaltungsaufgaben und Pflege sowie Instandhaltung der allgemeinen und EGRA-gehörenden Infrastruktur eingestellt.

Für seine Zeit als koordinierender Geschäftsführer habe sich Lübbehüsen vorgenommen, die Ziele der Gesellschaft weiter zu verfolgen, „und dafür zu sorgen, dass sich die Pächter weiterhin wohlfühlen auf dem Gelände und vernünftig arbeiten können.“ Lübbehüsen habe außerdem die Hoffnung, vielleicht weitere Unternehmen mithilfe des neuen Freqcon-Wasserstoffprojektes nach Rethem zu holen.

Wegen der Corona-Krise mache er sich wenig Sorgen. „Die hat das Projekt bisher nicht ausgebremst und ich denke nicht, dass sie das in Zukunft wird. Alle Bauarbeiten wurden bis jetzt immer planmäßig und rechtzeitig abgeschlossen. Es kann natürlich schon sein, dass der ein oder andere Interessent momentan durch die Pandemie etwas abgeschreckt wurde, aber ich bin guter Dinge“, erläutert der 51-Jährige.

Das Egra-Gelände aus der Luft: Von oben hat man eine sehr gute Übersicht über die verschiedenen Parzellen und die Lagerhallen, die alle Teil des Grundstücks sind.

Und welche Hoffnungen hat der Gesellschafter für die Zukunft der Egra und des ehemaligen Toschi-Geländes? „Es wäre sehr schön, wenn wir die zur Verfügung stehenden Flächen noch vergeben könnten und somit noch mehr Arbeitsplätze entstehen.“ Im idealen Fall solle der Erfolg, der bereits jetzt auf dem Egra-Gelände spürbar sei, sich auf das Umland ausweiten. „Wenn Rethem aus der jahrelangen Negativspirale rauskommt, bedingt durch die Innenstadtförderung neue Geschäfte und Unternehmungen entstehen, sodass am Ende alle profitieren, wäre das ein tolles Ergebnis“, so Lübbehüsen. „Vielleicht wird sich dann auch die Entwicklung der Einwohnerzahlen wieder positiver gestalten, weil sich junge Familien aktiv dafür entscheiden, hierher zu ziehen, weil sie in Rethem Chancen für ihre und die Zukunft ihrer Kinder sehen.“

Alle Gesellschafter der Egra seien sehr dankbar für Dieter Molls bisherigen Einsatz und sein schier endloses Engagement, „denn ohne ihn wäre dieses Projekt schlicht nicht möglich gewesen“, so Lübbehüsen. Dank ginge ebenfalls an seine Frau Ann, „weil sie ihm erlaubt hat, so viel Zeit in die Egra zu investieren“, fügt der 51-Jährige mit einem Lachen hinzu. „Ich bin fest der Meinung, dass das Toschi-Gelände heute immer noch genau so aussehen würde wie vor rund zehn Jahren, wenn das Egra-Projekt nicht angegangen worden wäre“, so der Geschäftsführer abschließend.

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