In alten Rethemer Toschi-Hallen / Antrag auf Drei-Millionen-Zuschuss gestellt

Noch 80 neue Arbeitsplätze?

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Marika Iversen-Daube bei ihrem Vortrag über die Aktivitäten des Arbeitskreises Grünes Rethem.

Rethem - Das Projekt Energie- und Gewerbepark Rethem (Egra) auf dem alten Toschi-Gelände geht in die nächste Runde: Nach dem Kauf und der Sanierung alter Toschi-Lagerhallen könnten hier nochmals 65 bis 80 neue Arbeitsplätze entstehen. Das Niedersächsische Wirtschaftsministerium und die NBank in Lüneburg wollen das Vier-Millionen-Euro-Projekt offenbar mit weiteren drei Millionen Euro unterstützen – wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

Egra-Geschäftsführer Dieter Moll überbrachte den Teilnehmern der „Rethema 2015“ im Burghof diese Nachricht und nannte auch die Voraussetzungen: „Das wären der Kauf des Grundstücks durch die Egra sowie die abgeschlossene Bauleitplanung für das gesamte Toschi-Gebiet bis zum Frühsommer 2016.“ Das Antragsdokument sei im November bei der NBank in Lüneburg abgegeben worden.

Nach Meinung von Moll sollte die Bauleitplanung möglichst schon bis April abgeschlossen sein: „Das ist die vordringliche Aufgabe der Stadt Rethem, insbesondere der Verwaltung.“ Denn die Erteilung der Baugenehmigung sei von der Erstellung des Bebauungsplans abhängig. Moll: „Nun gilt es, die Daumen zu drücken und Politik und Verwaltung zu bitten, die Bauleitplanung schnellstens umzusetzen.“

Bürgermeister Frank Leverenz (CDU) hatte das landesweit einmalige Egra-Modellprojekt (die VAZ berichtete mehrfach) zu Beginn der Zukunftskonferenz noch einmal ausdrücklich gelobt: „Es wurden Wege eingeschlagen, die noch Jahre zuvor schwer vorstellbar gewesen sind.“ Auch Leverenz meinte, es sei sehr wichtig, jetzt einen Bebauungsplan für das ehemalige Toschi-Gelände zu erstellen. Eine Nichtumsetzung würde zu einem Stillstand bei dessen Weiterentwicklung führen.

Beim Thema Städtebauförderung ging es um die Anerkennung der Alt- und Kernstadt Rethems als Sanierungsgebiet. Auch bei der Umgestaltung des Ratskellers, dem weiteren Projekt der Egra (die VAZ berichtete ausführlich), spielte der Zeitraum für die Aufstellung eines Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) in den Berichten und Diskussionen am Sonnabend im Burghof eine besondere Rolle. Sollte der Antrag auf Städtebauförderung erst im Juni 2017 gestellt werden können, kann die Sanierung des Ratskellers erst 2018 beginnen, dreieinhalb Jahre nach Egras Antragstellung, bedauerte Geschäftsführer Dieter Moll. Für die Gesellschafter sei dies nur sehr schwer zu verstehen. Die Umbauzeit dürfte dann, so Moll, noch einmal drei Jahre betragen.

Im Verlauf der „Rethema“ gab es außerdem Berichte aus der Arbeit der einzelnen Arbeitskreise zu hören. Von außerordentlich vielen Aktivitäten berichtete Marika Iversen-Daube von der Gruppe Grünes Rethem: „Eigentlich waren wir jede Woche einmal irgendwo aktiv.“ Ob Blumenkästen an der Alpe-Brücke oder Pflanzungen im Londypark, an Arbeit habe es nicht gemangelt. Kräftig mitgeholfen haben bei der Verschönerung Rethems Mitglieder der Awo, wie deren Vorsitzende Irmgard Heusohn in einem Bericht darstellte.

fra

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