Alle 43 Schulabgänger mit einem Abschluss / Entlassungsfeier in Rethem

Eine Erfolgsgeschichte

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Die Absolventen der Heinrich-Christoph-Londy-Oberschule kurz vor ihrer Entlassungsfeier.

Rethem - Voll des Lobes war Rektor Ulrich Förster auf der Entlassungsfeier der Heinrich-Christoph-Londy-Oberschule Rethem. Er sprach von einem Jahrgang, der eine einzige Erfolgsgeschichte sei. Alle 43 Schulabgänger hätten einen Abschluss erreicht.

Im Mittelpunkt von Försters Rede stand das Zitat „Failure is not an Option“, das in Zusammenhang mit der abgebrochenen Raumfahrtmission „Apollo 13“ steht. „Versagen gibt es nicht“, übersetzte Förster frei. Wenn ein Fehlschlag passiere, gelte es, nach vorne zu gucken. „Man darf sich nicht entmutigen lassen.“ Das sei eine sehr optimistische Grundhaltung und es sei schließlich auch Jubel angesagt.

Sie entließen 28 Schüler des 10. Jahrgangs der Realschule. Einer habe den Hauptschulabschluss nach Klasse 10, acht den Realschul- und 19 den erweiterten Realschul-Abschluss. Die 15 Schüler der drei 9. Klassen hätten alle den Hauptschul-Abschluss erhalten. Für viele Schüler gehe es schnell weiter. Zwölf fingen in Ausbildungsbetrieben an, zehn Hauptschüler wollten nach den Ferien in der 10. Klasse weitermachen, elf Jugendliche gingen auf berufliche Vollzeitschulen und neun auf fachliche Gymnasien.

Wer sich im Nachhinein ärgere, dass er vielleicht eine bessere Note hätte erreichen können, sollte überlegen, warum das Ergebnis nicht zur Zufriedenheit ausgefallen sei. „Dann kannst du beim nächsten Mal gewinnen. Failure is not an Option“, erinnerte Förster.

Samtgemeindebürgermeister Cort-Brün Voige riet den jungen Leuten, bei der Zielsetzung nicht so sehr auf Zahlen und Vergleiche zu schauen. „Es gibt noch genügend andere, die auch die Welt erobern wollen.“ Es sei an der Zeit, eigene Entscheidungen zu treffen. Sitzen und abwarten helfe nicht. „Verlasst euch auf euer Herz und euren Verstand.“

Elternvertreterin Doris Harries bedankte sich bei den Lehrern und gab den Jugendlichen mit auf den Weg, dass ihre Kompetenzen in Zukunft wichtiger seien als mancher Notendurchschnitt.

Die Klassenlehrerinnen Marion Büchtmann und Christiane Schmid verglichen die die Schulzeit mit einer Pilgerreise. Sie hätten stets überlegt, wie sie die Wanderer bei Laune halten könnten, so Schmid. Die hätten sich gerne über zu kurze Pausen, zu lange Wege und Schwierigkeiten mit anderen Pilgern beklagt. „Wir hoffen, dass ihr neue Wandergruppen findet.“

Für ihre herausragenden Leistungen wurden Paula Bäßmann-Scholz und Jodie Jastremski geehrt. Lisa Winkelmann, Mira Bolowski und Sophia Biewig erhielten eine Auszeichnung für ihr besonderes soziales Engagement.

Die Mini-Bigband der Oberschule unter der Leitung von Förster und die Schülerband begleiteten die Feier musikalisch und erhielten viel Applaus für ihre Auftritte.

sal

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