Abschied aus Bad Fallingbostel: Große Parade der britischen Einheiten

Wiedersehen ist nicht ausgeschlossen

Karin Thorey inspiziert die Truppen.
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Karin Thorey inspiziert die Truppen.

Bad Fallingbostel - Spätestens seit Freitagnachmittag muss jedem Bürger in Bad Fallingbostel und umzu klar sein, es wird sich etwas einschneidend ändern in der Stadt, in der Region. Die noch verbliebenen britischen Einheiten verabschiedeten sich mit einem Platzkonzert und einer großen, stilvollen Parade von den Heidjern.

„Wir verlieren gute Freunde“, so Bad Fallingbostels Bürgermeisterin Karin Thorey bei ihrer Ansprache. Mehrere tausend Besucher säumten die Vogteistraße und verkehrsmäßig ging zeitweilig gar nichts mehr. Die Zuschauer genossen zum letzten Mal das imposante Schauspiel einer britischen Militärparade.

Zuerst marschierte die Formation „The Band and Bugles of The Rifles“ mit ihrem unglaublichen Tempo von 140 Schritten pro Minute die Vogteistraße herunter und unterhielt die Zuschauer vor dem Rathaus und an der Straße mit britischer und deutscher Marschmusik. Die Soldaten wurden von den Pipes and Drums der Royal Highlanders und der Royal Scots Dragoon Guards angeführt. Ein buntes Bild bei herrlichstem Paradewetter, wobei während der gesamten Zeremonie immer auch ein wenig Wehmut mitschwang.

Der britische General John Henderson, bis vor wenigen Wochen noch Kommandeur der britischen Truppen in Deutschland, fasste 70 Jahre britische Truppen in Bad Fallingbostel mit wenigen klaren Aussagen zusammen. „Wir kamen als Besatzer, wurden beste Nato-Partner und waren nach der deutschen Wiedervereinigung gute Freunde und Gäste in der Heide.“ Henderson verband seine Rede mit persönlichen Erinnerungen, die er als junger Leutnant in der Heide gemacht hatte. Er sei stolz, mit deutschen Soldaten, einer vorbildlich demokratisch strukturierten Bundeswehr zusammengearbeitet zu haben und auch Deutschland habe sich zu einem Leuchtturm der Demokratie entwickelt und sei heute der wichtigste Freund der Briten in Europa.

Für den abwesenden niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius sprach sein Staatssekretär Stephan Manke. Er dankte den Briten für ihre in Deutschland geleistete Friedensarbeit. Man bedauere den Abzug der britischen Einheiten im Zuge der Umstrukturierung der Army, aber respektiere die Entscheidung.

John Henderson meinte zum Abschluss, dass die bestehenden Kontakte und Freundschaften dazu führen werden, dass man sich ganz sicher wiedersehen werde.

hf

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