Für Ratskeller-Neubau / Ausschuss: Senioren-Wohnanlage mit 85 Plätzen in der Worth geplant

Abriss wird aus Fördergeldern finanziert

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Rethem – Die neue Besitzerin des Rethemer Ratskellers, Elisabeth Einicke-Renaud aus Dörverden, kann sich freuen: Die Abrisskosten für das Gebäude in Höhe von rund 77 000 Euro werden vollständig aus Fördergeldern bezahlt. Der Bau- und Umweltausschuss der Stadt Rethem empfahl auf seiner Sitzung am Mittwochabend dem Rat, einen entsprechenden Beschluss zu fassen.

Nach den Förderrichtlinien sollten derartige Maßnahmen eigentlich nur mit 50 Prozent der Kosten bezuschusst werden. Bei Vorhaben mit besonderer städtebaulicher Bedeutung können aber auch die Gesamtkosten übernommen werden. Ausschussvorsitzender Heinz Bäßmann (CDU) unterstrich diese Bedeutung: „Ein wichtiges Projekt, von dem Rethem profitieren wird.“ (Die VAZ berichtete).

Die neue Eigentümerin muss sich nach diesem Beschluss aber auch verpflichten, bei dem „an Stelle des ehemaligen Ratskellers neu zu errichtenden Wohn- und Geschäftsgebäude die Sanierungsziele sowie die beschlossenen Gestaltungsregeln der Stadt Rethem einzuhalten.“

Der Ausschuss beschäftigte sich am Mittwoch noch mit einem weiteren Neubauprojekt: Im Baugebiet „Worth“ hinter der Kreissparkasse wird möglicherweise eine Senioren-Wohnanlage und Pflegeeinrichtung gebaut, und zwar auf einer Fläche von 5 000 Quadratmetern mit 85 Plätzen. Die Ratsfraktionen und der Investor favorisieren diesen Standort. Allerdings: Nicht alle Flächen dort befinden sich im städtischen Besitz. Mit dem Erwerb eines privaten, für das Projekt notwendigen Grundstücks scheint es jedoch Probleme zu geben.

Falls es mit der „Worth“ nicht klappt, sollen dem Investor daher mehrere Alternativ-Standorte angeboten werden: Ein Teil der „Spritzenwiese“ (eine Fläche direkt an der Allertalstraße), im Gewerbegebiet „Stöckener Straße“ (Nähe Aldimarkt), im geplanten Baugebiet „Klotzeburg“ (An der B 209, Rodewalder Straße, gegenüber der Tankstelle) und schließlich auf dem ehemaligen Raiffeisengelände Ecke Stöckener Straße/Alter Stöckener Weg. Nach dem Beschluss vom Mittwoch soll die Verwaltung beauftragt werden, kurzfristig mit dem Investor Verhandlungen aufzunehmen und ihn bei seinem Vorhaben zu unterstützen.

Weiteres Thema: Das Buswartehäuschen in Wohlendorf, gegenüber der Wohngruppe Besier, soll ausgebaut werden. Neben der Herstellung der Wartefläche soll auch der Unterstand komplett erneuert werden.

Schließlich ging es auf der Sitzung noch um eine Anregung der Polizei: Im Bereich der sehr schmalen Parkbuchten an der Langen Straße sollte demnach künftig auch das (teilweise) Parken auf dem Bürgersteig erlaubt sein. Ein schmaler Streifen könnte dort entsprechend markiert werden. Wolfgang Leseberg, SPD, meinte jedoch: „Wir sollten uns fragen, ob das wirklich so richtig ist. Denn dann würden Radfahrer und Fußgänger möglicherweise gefährdet.“ Das Thema soll nun zunächst einmal in den Ratsfraktionen besprochen werden.  fra

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