Räte der Samtgemeinde und der Stadt Rethem / Informationsveranstaltung

Resolution verabschiedet

Mediengruppe Kreiszeitung
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Rethem - Die Räte der Samtgemeinde und der Stadt Rethem beschäftigten sich am Mittwoch jeweils mit einer Resolution zur geplanten Südlink-Trasse. Beide Gremien verabschiedeten den Text nach längerer Beratung.

Cort-Brün Voige erläuterte, dass die Samtgemeinde Rethem von zwei Alternativtrassen betroffen wäre. Diese seien von Tennet nicht auf Raumwiderstände geprüft worden. Das sei nun Sache der Fachplaner der Bundesnetzagentur. Sie erhielten Nachricht, wenn das geschehen sei.

In der Resolution geht es darum, die verträglichste Lösung für die Stromtrasse zu finden. Die von der Firma Tennet eingebrachte Vorzugstrasse solle detailliert auf Realisierbarkeit geprüft werden, heißt es. Der Rat erwarte, dass das Land nur einen Vorschlag akzeptiere, der mit den Erfordernissen der Raumordnung in Niedersachsen und der Regionalplanung im Heidekreis vereinbar sei. Konkret geht es um Raumwiderstände bei den Alternativtrassen 085 und 085, darunter der Windpark Groß Eilstorf, ein Natura-2000-Schutzgebiet und nicht eingehaltene Mindestabstände zur Wohnbebauung.

Bernd Vahldiek, Vorsitzender der Initiative Pro Dorf, trug einen Ergänzungsvorschlag vor, der in die Resolution eingearbeitet wird. Er wies darauf hin, dass die Alternative 084 dicht am Naturschutzgebiet Lichtenmoor vorbeiführe. Dieses falle durch besonders seltene Pflanzen und Tiere auf, darunter die Nachtschwalbe.

Voige berichtete, dass der Heidekreis beabsichtige, die Hamelner Erklärung zu unterzeichnen. Die Gemeinde Böhme wolle ebenfalls eine Resolution verabschieden, Frankenfeld habe vor, zunächst abzuwarten und Häuslingen möchte sich nicht über eine Resolution positionieren.

„Ich könnte mir vorstellen, zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung einzuladen“, sagte Voige. Hierzu sollten Vertreter von Tennet und Bundesnetzagentur ebenso kommen wie vom Heidekreis und aus der Politik. Einem entsprechenden Antrag der SPD-Stadtrats-Fraktion stimmten die Politiker zu.

Wolfgang Leseberg, SPD, mahnte, nicht zu warten, bis der Zug abgefahren sei. „Wer am lautesten schreit, kriegt leider als erster Recht.“ Und Dieter Moll, SPD, ergänzte, dass sie nicht die einzigen seien, die Resolutionen einreichten. Er schlug vor, die Raumwiderstände aufzulisten und die Bereiche abzufliegen, um Fotos zu machen. Wichtig sei es, die Betroffenen mit einzubinden.

Dr. Kathrin Wrobel, CDU, beklagte, dass derjenige, der nicht dem Meinungs-Mainstream folge, bei diesem Thema leicht ins Messer laufe. Sie bezeichnete die Resolution als Papiertiger, für den sich weder Tennet noch die Bundesnetzagentur interessiere. „Wenn man den Inhalt zusammenfasst, erhält man ein ‚hier nicht!‘“ Sie sei nicht gegen die Resolution, halte sie aber für überflüssig. „Wir als Kommunalpolitiker haben unsere Hausaufgaben gemacht.“ Wrobel verwies auf die abgegebene Erklärung. „Wir haben alles getan, was zum Schutze der Bürger notwendig ist.“ Sie sprach von hektischem Aktionismus und Menschen, die die Kommunalpolitik schlecht dastehen ließen. „Ich würde mir eine sachliche Auseinandersetzung wünschen.“

Leseberg sagte, dass auch er sich nicht sicher sei, ob die Resolution so viel bringe. „Wir wissen alle, dass wir ganz unten in der Kette sind. Aber warum sollten wir deswegen schweigen?“ Peter Rabe, SPD, sagte: „Wer sich nicht äußert, scheint zuzustimmen.“ Gudehus riet, einen gemeinschaftlichen Weg zu beschreiten.

sal

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