Dieter Moll legt Ämter nieder / Peter Rabe soll Nachfolger werden

Personalkarussell dreht sich

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Dieter Moll (l.), Wolfgang Leseberg und Peter Rabe wechseln die Ämter. 

Rethem - Das politische Personalkarussell dreht sich in Rethem und bringt Veränderungen in den Rat und in den Verwaltungsausschuss der Stadt: Dieter Moll wird vor der nächsten Ratssitzung am 12. Februar seine Ämter als 1. stellvertretender Bürgermeister und als Beigeordneter im Verwaltungsausschuss niederlegen, dem Stadtrat aber erhalten bleiben.

Die Nachfolge steht schon bereit. „Der Stab wird nicht in jüngere, aber dafür in sehr erfahrene Hände gegeben“, so Moll. Peter Rabe soll auf besagter Ratssitzung zu seinem Nachfolger gewählt werden, während der Finanzausschussvorsitzende, Wolfgang Leseberg, Rabe als Fraktionsvorsitzender beerben wird.

Als Grund für den Rückzug aus der vorderen politischen Reihe nennt Moll eine Schwerpunktverlagerung seiner politischen Arbeit. Wie wir bereits berichteten, wurde der Wohlendorfer von den Gesellschaftern der neu gegründeten Energie- und Gewerbepark Verwaltungsgesellschaft Rethem/Aller (EGRA), zum koordinierenden Geschäftsführer bestimmt, eine Aufgabe, der er sich in Zukunft mit aller Kraft widmen will. „Die Wiedernutzung von Teilen des früheren Toschi-Geländes und die damit einher gehende Chance zur Schaffung neuer Arbeitsplätze in Rethem sind bedeutsam für die Zukunft der Stadt und haben daher auch für meine künftige politische Arbeit höchste Priorität“, sagte er. Zudem wolle er in dieser neuen Position auch keinesfalls Interessenskonflikte mit seinen zentralen politischen Ämtern zulassen.

Seit Jahrzehnten auf Landes- und Kommunalebene in der Politik aktiv, davon 25 Jahre als Fraktionsvorsitzender der Rethemer SPD, sieht Rabe den künftigen Aufgaben ohne Aufregung entgegen. An Erfahrungen mangelt es aber auch seinem Parteifreund Leseberg nicht, der seit mehr als 40 Jahren in der Verwaltung beschäftigt ist. Für ihn lebt Politik vom Mitmachen und vom Mitgestalten. Das gelte besonders für die Politik vor Ort, wo sie für die Bürger konkret erlebbar gemacht werden müsse. „Wir haben in der laufenden Periode bereits einiges erreicht. Es gibt mehr Bürgerbeteiligung, mehr Transparenz und dadurch auch mehr Demokratie. Aber es gibt auch noch sehr viel zu tun“, hieß es. Ein Beispiel sei die Mitgliederwerbung für die Partei. „Wir müssen junge Menschen für eine aktive politische Arbeit begeistern.“ Als Finanzfachmann sprach er auch die in Rethem gültigen Hebesätze an, die er als zu hoch bezeichnete. Oder das bei vielen Bürgern und Kommunalpolitikern eher unbeliebte Thema einer Samtgemeinde-Fusion. „Wir müssen die Stadt vor dem Ausbluten bewahren. Man muss sich die Frage stellen, wie die Stadt in 20 Jahren aussehen soll?“ Und weil Leseberg auch Vorsitzender des SV Rethem ist, liegt ihm auch die gesellschaftliche Bedeutung des Ehrenamts am Herzen, ein Thema, das er von der Verwaltung weder als ausreichend gewürdigt noch als gefördert ansieht. „Auch hier sehe ich akuten Handlungsbedarf und sei es nur auf ideelle Weise.“ · nie

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