50 Ehrenamtliche kümmern sich um das Wohl der 215 Zeltlager-Teilnehmer

Ohne Helfer geht es nicht

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In der Küche gibt es allerhand zu tun, um die hungrigen 215 Kinder jeden Tag satt zu bekommen.

Bad Fallingbostel - Viel zu tun gibt es für die vielen Helfer, die beim Landesjugendzeltlager des Niedersächsischen Sportschützenverbandes (NSSV) an der Heidmarkhalle in Bad Fallingbostel in jedem Jahr die Teilnehmer betreuen. Weit über 50 Frauen und Männer kümmern sich in ihrer Freizeit rund um die Uhr ehrenamtlich um das Wohl der etwa 215 Kinder.

„Wie in jedem Jahr sind die Vorbereitung und das Camp selbst eine logistische Herausforderung“, so Hans-Heinrich Wussow aus Rethem, seit vielen Jahren Leiter des Zeltlagers. Dabei kann sich „Heini“, wie er liebevoll, aber auch mit großem Respekt von den Kindern gerufen wird, jederzeit auf sein Team verlassen. „Ohne deren engagierte Mitarbeit kann ein Lager in dieser Größe nicht stattfinden“, so Wussow.

„Dieses Team setzt sich ausnahmslos aus Mitgliedern von Schützenvereinen des NSSV zusammen“, sagt Wussow. „Sie haben sehr viel Erfahrungen als Jugendleiter im Verein oder engagieren sich in der Jugendarbeit“. Viele von ihnen seien schon seit vielen Jahren dabei und opferten jedes Jahr einen Teil ihres Urlaubs und ihrer Freizeit. Vor allem von den Gruppenleitern und deren Helfern haben fast alle das Camp als Teilnehmer miterlebt.

„Sie haben die für sie wohl besondere Atmosphäre des Zeltlagers genossen und wollen auch als Erwachsene dabei bleiben“, erzählt Wussow, der im Alter von 23 Jahren als Gruppenleiter anfing. Oft haben die heute für das gemeinschaftliche Innenleben in den Gruppen verantwortlichen Betreuer die 14 Tage Abenteuerurlaub mehrmals als Teilnehmer erlebt und sich durch ihr besonderes Verhalten für die spätere Verwendung als Helfer in den Gruppen und später als Leiter empfohlen.

Dabei spielen das „Gefühl“ und die Menschenkenntnis von Wussow eine große Rolle. Nur selten wurde er enttäuscht. Die 13 Gruppenleiter, denen er vertrauen muss und auf deren Arbeit er sich als Lagerleiter verlassen kann, werden von je ein bis zwei Helfern unterstützt, die zum Teil gerade mal zwei Jahre älter als die betreuten Kinder sind. Sie übernehmen so schon in jungen Jahren Verantwortung.

In der Leitung des Lagers wird „Heini“ Wussow von seinem Sohn Jonas sowie von Birgit Winter unterstützt, ein Urgestein des Camps und hauptsächlich für die Bankgeschäfte zuständig. Denn jedes Kind bringt sein Taschengeld in die Lagerbank und lässt es sich nach und nach bei Bedarf auszahlen.

Wussows Ehefrau Gitta kümmert sich unter anderem mit Klaus Hartmann um die Kantine. Seit 17 Jahren leitet die 60-jährige Ingrid Helberg die Küchencrew mit Christa und Klaus Hartmann, Silke Bäßmann, Carmen Jänicke, Günter Plesse und Birgit Schrader. Drei Mahlzeiten sind täglich vorzubereiten. Teilweise werden sie auch „fertig“ angeliefert. An jedem Tag werden unter anderem 450 Brötchen, mehrere Kilo Wurst oder Käse sowie etliche Liter Milch und Kakao verspeist. „Erbsensuppe“ lautete spontan die Antwort eines Jungen nach der Lieblingsspeise, und die gibt es am letzten Tag.

Fester Bestandteil des Lagers sind auch der Sanitätsdienst und ein Mediziner. Verlassen kann sich Wussow außerdem auf die Unterstützung des Kreissportbundes bei der Bearbeitung der Sportabzeichen und auf den örtlichen Schützenverein beim schießsportlichen Programm. Die Feuerwehr begleitet den Fackelumzug, und auch die Zusammenarbeit mit Kommune und Landkreis sowie dem Pächter der Heidmarkhalle, dem „Forellenhof“, beschreibt Wussow ausschließlich als positiv. ·

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