Ken Morgan entdeckte die Allerstadt zufällig und entschied sich zu bleiben

Liebe auf den ersten Blick

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Jetzt ein Rethemer: Ken Morgan. ·

Rethem - Es war Liebe auf den ersten Blick. Als Ken Morgan auf der Suche nach einem Haus in Deutschland durch Rethem kam, war es um ihn geschehen. Der Park, die Ruhe, die Menschen . . . kurzentschlossen kaufte der Engländer ein Gebäude in der Langen Straße. Mittlerweile ist er offiziell in Rethem gemeldet.

Ken Morgan ist 31 Jahre alt und arbeitet freiberuflich als Produktdesigner. Nach Deutschland zu gehen, war ihm nie in den Sinn gekommen. Aber dann habe ihn eines Tages eine Freundin in seinem Londoner Büro besucht. „Sie ist Deutsche“, erklärt Morgan, „...und nett.“ Im Internet verschaffte sich Morgan einen Überblick über Immobilien, die zum Verkauf stehen und stieß dabei auf das Haus in der Langen Straße. Eigentlich habe er Büroräume gesucht, so der Engländer. Das Objekt habe schon fast zwei Jahre leer gestanden.

Schon die Fahrt von Hamburg nach Rethem begeisterte den 31-Jährigen. „Eine schöne Straße und dann der Fluss.“ Er sei Designer und die Umgebung für ihn herrlich entspannend. Er könne wunderbare Fahrradtouren unternehmen und die Menschen seien freundlich. Er liebe es, am Fluss zu sitzen und Ideen zu entwickeln und im Londy-Park Äpfel zu pflücken. Bremen und Hannover seien sehr nahe. Und so wuchs aus dem Plan, sich ein Büro einzurichten, die Idee, ganz in die Allerstadt zu ziehen.

Das Haus in der Langen Straße bezeichnet der Designer als „Abenteuer“. Er wohnt jetzt in der oberen Etage, im Erdgeschoss soll das Büro entstehen. Morgan hat sich vorgenommen, Schritt für Schritt vorzugehen. Die Klempnerarbeiten seien erledigt, die elektrischen Leitungen zum Teil erneuert. Küche, Fenster und Isolierung stehen an.

Kontakte hatte der Engländer in Deutschland bis zu dem Tag nicht, als er nach Rethem fuhr. Aber das ändert sich. Seit ein paar Monaten lernt er Deutsch.

Morgan wurde in Jamaika als Sohn einer englischen Mutter und eines jamaikanischen Vaters geboren. Er wuchs in England auf und studierte Produkt-Design.

Mit einigen Kommilitonen machte er sich selbstständig. Die Firma entwickelt verschiedene Produkte, lässt sie produzieren und vertreiben, darunter ein kompostierbarer Einweg-Müllbeutel, der im Auto an der Kopfstütze befestigt werden kann, Leuchtzeichen für das Autorückfenster oder ein Werkzeug zum Entnehmen von Tabletten aus Blisterpackungen. „Wir überlegen, was wir verbessern können“, erklärt Morgan wie er Ideen erhält.

Der Engländer möchte bis an sein Lebensende in Rethem wohnen. Seine Freundin, die gerade in London ihr Jurastudium abschließt, wird Ken nach Rethem folgen. Zu Besuch war sie bereits und es habe ihr gefallen. Sie hat schon in der Schule Deutsch gelernt.

Vielleicht kann er auch seine Idee umsetzen und Kollegen motivieren, für eine begrenzte Zeit bei ihm in Rethem zu arbeiten. „Für ein, zwei oder sechs Monate. Das betrifft nicht gleich das ganze Leben.“

„Ich bin sehr glücklich hier“, ist Ken mit seiner Entscheidung zufrieden. London empfinde er als anonym. „Eine Gemeinschaft, in der die Menschen ‚Hallo‘ sagen, macht einen riesigen Unterschied aus.“ · sal

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