Krankenhausseelsorgerin Pastorin Ina Welzel hält Vortrag beim Landfrauenverein Rethem

Bewusst und freiwillig: Organspende

Die zweite Vorsitzende Birgit Leseberg überreicht Ina Welzel ein Dankeschön-Präsent.
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Die zweite Vorsitzende Birgit Leseberg überreicht Ina Welzel ein Dankeschön-Präsent.

Rethem - „Die Entscheidung für eine Organspende muss bewusst und freiwillig erfolgen. Es ist eine persönliche Angelegenheit des Einzelnen, die auf jeden Fall mit den Angehörigen abgesprochen werden sollte.“ Mit diesem Fazit beendete Pastorin Ina Welzel, die als Krankenhausseelsorgerin in der Reha-Klinik in Bad Fallingbostel arbeitet, ihren Vortrag beim Landfrauenverein Rethem.

Die Referentin betreut Patienten seelsorgerisch vor, beziehungsweise nach der Transplantation, denn es handele sich nicht nur um einen medizinischen Vorgang sondern betreffe auch die Seele. Welzel machte bewusst, welche Rolle der Tod, das Sterben und die Trauer in der Gesellschaft einnehmen. Das Wissen darüber sollte bei einer Entscheidung zur Organspende mit bedacht werden.

Die Transplantation bedeute keine Heilung, erklärte die Referentin, sei aber eine lebensverlängernde Maßnahme, die dem Patienten mehr Lebensqualität geben könne, wenn die Annahme des Organs erfolgreich sei.

Ein Hauptmotiv für die Entscheidung, Spender zu werden bestehe darin, anderen zu helfen. Die Empfänger könnten ein verlängertes Leben mit mehr Qualität erhalten. Für Menschen, die auf ein Organ gewartet hätten, sei die Transplantation mit Glück verbunden, während die Angehörigen des Spenders Trauer empfinden könnten.

Welzel las Briefe von ehemaligen Patienten vor, die deren Gedanken sehr deutlich werden ließen. Spender und Empfänger setzten sich mit dem Thema intensiv auseinander.

Welzel benannte Chancen und Tabubrüche bei der Transplantation und wies auf Grenzverschiebungen hin, darunter die Verletzung der Integrität eines Sterbenden, der gesellschaftliche Konsens zum Thema Trauer, das Warten auf den Tod anderer und mehr.

Sie beschrieb den Weg bei der Transplantation, der über die Organspendestiftung erfolgt, und erläuterte die gesetzliche Regelung.

12000 Menschen warteten auf eine Organspende. Die Zahl der Spender sei von 1200 auf zirka 850 zurückgegangen.

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