SPD der Samtgemeinde Rethem nominiert Hannelore Hunter-Roßmann

Kandidatin mit Visionen

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Jonas Wussow, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Rethem, gratulierte der frisch nominierten Bürgermeisterkandidatin Hannelore Hunter-Roßmann. ·

Rethem - Hannelore Hunter-Roßmann ist am 25. Mai die Gegenkandidatin von Amtsinhaber Cort-Brün Voige, wenn in der Samtgemeinde Rethem die Bürgermeisterwahl ansteht. 18 von 19 wahlberechtigten SPD-Mitgliedern – es gab eine ungültige Stimme – sprachen sich am Mittwoch im Burghof für die Diplom-Politologin aus Wildeshausen aus. Und auch zahlreiche Bürger ohne Parteibuch wollten die 51-Jährige kennenlernen.

„N‘Abend. Schön, hier zu sein. Ein bisschen aufgeregt bin ich schon“, begrüßte Hunter-Roßmann ihre Zuhörer, bevor sie sich mit dem Thema Visionen beschäftigte. Es handele sich dem Internet zufolge um das „innere Bild einer Vorstellung, meist auf die Zukunft bezogen“ Und „im wirtschaftlichen Zusammenhang sei eine Vision die langfristige Ausrichtung eines Unternehmens.“ Es folgte ein Zitat eines Wirtschaftsprofessors: „Wenn die Politik nicht visionär ist, dann kommen die Herausforderungen mit umso größerer Vehemenz auf sie zu.“

Wer sagt, dass er keine Visionen habe, sondern ein Realist sei, der gestalte nicht, der verwalte nur noch, sagte Hunter-Roßmann. Die Awo-Gründerin Marie Juchacz, Martin Luther King und Willy Brandt hätten Großes bewegt mit ihren Visionen von einer besseren Zukunft. „Deshalb bewerbe ich mich.“

Die Kandidatin, die Pressesprecherin des Awo-Bezirksverbandes Weser-Ems ist, hat als Ratsfrau und Kreistagsabgeordnete praktische Erfahrung in der Kommunalpolitik im Landkreis Oldenburg gesammelt. Sie ist verheiratet, hat zwei eigene erwachsene und drei angeheiratete Kinder mit drei, bald vier, Enkelkindern. „Ich liebe das Leben im ländlichen Raum“, erklärte sie. Und die Kommunalpolitik liege ihr am Herzen, weil hier ihres Erachtens nach die Musik spiele.

„Ich möchte eine andere Kultur von Bürgerbeteiligung“, erzählte Hunter-Roßmann, als es darum ging, was sie als Samtgemeindebürgermeisterin anders und besser machen will. Ihr sei das außerordentliche ehrenamtliche Engagement in der Samtgemeinde aufgefallen. „Das muss wertgeschätzt werden – nicht nur vor einer Wahl.“

Anders und besser heiße aber auch, Transparenz im täglichen Geschäft der Arbeit im Rathaus leben zu können – zum Beispiel beim Ausbau von Straßen. Eine eventuelle Belastung für die Anwohner müsse klar kommuniziert werden. „Eine Samtgemeindebürgermeisterin muss Anlaufstelle, Moderator und Ansprechpartner für alle sein.“ Es gelte, die Verwaltung zu einem optimalen Dienstleister weiterzuentwickeln.

Ein wichtiger Aspekt im Bereich der Wirtschaftsentwicklung sei der Ausbau des Datennetzes.

Die Haushalts- und Finanzsituation bezeichnete die Kandidatin als schwierig – wie in vielen anderen Kommunen in Deutschland auch. Was in Rethem aber auffalle sei, dass vorhandene und bekannte Einsparpotenziale nicht genutzt und ignoriert würden. Als Beispiele nannte Hunter-Roßmann die Optimierung der Verwaltungsabläufe oder -organisation sowie die Nutzung von Synergieeffekten durch interkommunale Zusammenarbeit.

Mit dem Ersparten ließen sich die Hebesätze für die Gewerbesteuer absenken – für Kommunen und Unternehmen gleichermaßen wichtig. „Ein Hebesatz von 450 ist schon bannig viel. Alles bis rund 380 ist okay, aber darüber hinaus ist das für den Wettbewerb unter den Kommunen Mist.“

Hunter-Roßmann betonte, dass es wichtig sei, die Samtgemeinde als Marke zu entwickeln. „Dazu gehört, ein Leitbild unter Beteiligung der Einwohner zu erarbeiten. Wo wollen wir stehen in 20 Jahren?“ Aus der Beantwortung dieser Fragen sei eine Entwicklung in Gang zu setzen. Das beinhalte auch, die demografische Entwicklung als Chance zu begreifen, zu gestalten. „Anders. Besser. Gestalten.“, laute das Leitmotiv ihrer Kandidatur. „Ich habe Visionen, ich habe Ideen und ich bin Realist“, sagte Hunter-Roßmann.

Der Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil gratulierte der Kandidatin zu ihrer Wahl. Er berichtete von seiner Arbeit in Berlin und ging auf die Themen Große Koalition, Mindestlohn und Renten ein. Als sehr wichtig bezeichnete er die Handlungsfähigkeit der Kommunalpolitik „Ich weiß, dass du jemand bist, der mich immer treiben wird und auf die Umsetzung von Beschlüssen drängt“, sagte Klingbeil an Hunter-Roßmann gewandt. · sal

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