Bauausschuss stellt Weichen für Sanierung / Kostengünstigste Variante

„Käsebeutel“: Wohnstraße mit Betonpflaster

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Der „Käsebeutel“: Die Sanierung der Straße ist überfällig, muss aber von den Anliegern mitfinanziert werden. ·

Rethem - Nicht zu teuer, keine Rennpiste, so wenige Änderungen wie möglich bei der vorhandenen Nutzung: Mit diesen Wünschen der Anlieger war der Rethemer Bau- und Umweltausschuss in die Beratungen über die Erneuerung des „Käsebeutels“ gegangen.

Planer Jens Meinheit stellte die Varianten vor. ·

Vier Varianten, jeweils mit fünf qualitativ unterschiedlichen Ausbauarten, hatten die Jens Meinheit und Thomas Ulbrich vom Planungsbüro uip dazu vorgelegt. Nach den Ausführungen Meinheits und der Sitzungsunterbrechung, um die Anwohner zu Wort kommen zu lassen, war sich das Gremium dann schnell einig: Einstimmig befürworteten die Mitglieder die so genannte Variante C. Sie sieht einen Ausbau zur Wohnstraße vor, auf der das Parken erlaubt wäre, was bei Begegnungsverkehr wiederum eine temporeduzierende Wirkung hätte. Die Fahrbahn wäre 3,40 Meter breit, hinzu kämen zwei 1,80 beziehungsweise 2 Meter breite Gehwege. Und zwar in der kostengünstigsten Version: mit Betonpflaster sowohl für die Fahrbahn als auch, farblich unterschiedlich, für die so genannten Nebenflächen. Die von Jens Meinheit dabei vorgeschlagene Option, die Straße zu einem späteren Zeitpunkt noch um 4,20 Meter zu verbreiten, um so Platz für Parkraum und einen Grünstreifen zu gewinnen, fand aber keine Mehrheit.

Dr. Karl-Heinz Hillmann sprach für die Anlieger.

Dazu hätte es der Hinzunahme von städtischem Grund bedurft. Diese Flächen werden von den Anwohnern seit Jahren unentgeltlich genutzt. Ein Zustand, der sich – im Sinne der Gleichbehandlung – ändern soll. Ob die kommunalen Grundstücke am „Käsebeutel“ allerdings veräußert oder verpachtet werden sollen, muss der Rat der Stadt Rethem zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden. Zunächst einmal gilt es nun, die Sanierung der Straße voranzubringen. Rund 62 000 Euro hatten die Planer für die vom Ausschuss favorisierte Ausbauart mit dem Betonpflaster veranschlagt. Das seien jedoch noch nicht alle Ausgaben, betonte Stadtdirektor Cort-Brün Voige. So seien darin beispielsweise weder Planungskosten noch das Geld für eine neue Beleuchtung enthalten.

Was immer am Ende als Gesamtsumme fällig wird, klar ist, dass auch die Anlieger ihren Anteil daran tragen müssen. Dr. Karl-Heinz Hillmann, einer der elf Betroffenen, verwies in diesem Zusammenhang auf die Straßenbeitragssatzung. Danach, so der Rethemer, richte sich die Höhe der Umlage nach dem Bemessen der Straße. So beträgt der Anteil der Bürger bei einer Anliegerstraße 75 Prozent, bei einer Haupterschließungsstraße um die 50 Prozent und bei einer Hauptverkehrsstraße noch 25 Prozent.

Zweimal, so Hillmann, habe man den Kraftfahrzeugverkehr am „Käsebeutel“ gezählt, führte Hillmann aus. Beide Male habe der Anliegerverkehr unter fünf Prozent gelegen, deutete er an, dass eine hohe Umlage bei den Bürgern hier wohl nicht angemessen wäre.

Der Entwurf für den städtischen Haushalt 2013 geht, bei insgesamt veranschlagten 140 000 Euro, derzeit von 70 000 Anliegerbeiträgen aus. Das jedoch, so versicherte Voige, sei ein pauschaler Ansatz, der noch keine Vorentscheidung darstelle. Er versprach eine „sachgerechte Prüfung und Entscheidung“ über die Höhe der Umlage. · kp

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