Wirtschaftsminister Olaf Lies würdigt ehrenamtliches Engagement im ALT

Bedeutsame Energiewende

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Vom Publikum gab es Applaus für die Geehrten.

Schwarmstedt - Die Mitbegründer der „Initiative für Erneuerbare Energien“, Dr. Stefan Dreesmann und Jörg Zöllner, wurden mit dem Umweltpreis des SPD-Ortsvereins Schwarmstedt ausgezeichnet. Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies würdigte in seiner Laudatio das ehrenamtliche Engagement der beiden Schwarmstedter, die unter anderem das Bürgerwindrad „Alwine“ als genossenschaftliches Projekt und frühzeitigen Beitrag zur Energiewende im Aller-Leine-Tal (ALT) auf den Weg gebracht hätten.

Begrüßt durch den Ortsvereinsvorsitzenden Detlev Rogoll und in Beisein des SPD-Bundestagsabgeordneten Lars Klingbeil sowie zahlreicher Gemeindebürgermeister und Gäste, verwies der Minister auf die wirtschafts- und umweltpolitische Bedeutung der Energiewende, für die der Beschluss zum Atomausstieg im Jahr 2022 erst ein Anfang sei. „Mittlerweile haben wir eine gewisse Zufriedenheit in der Gesellschaft mit dem, was bislang erreicht wurde. Aber wer Atom- und Kohlekraftwerke abstellen will, muss auch alternative Energie erzeugen und transportieren wollen“, betonte Lies. Er habe kein Verständnis für Begriffe wie „Horizontverschmutzung“. „Besser wir sehen Windenergieanlagen als Kühltürme von Atomkraftanlagen“, so Lies.

Die Preisträger der „Initiative für Erneuerbare Energien“ hätten neben der konkreten Projektarbeit, bei der viele Menschen partizipierten und immer wieder neu motiviert wurden, auch das Bewusstsein und die Akzeptanz für erneuerbare Energien vor Ort grundsätzlich erhöht. Heute herrsche eine „Energie-Demokratie“, in der sehr viel kleine, regionale Erzeuger ihre Strom- und Wärmeenergie einspeisen könnten.

Der Zeitpunkt für die Preisvergabe sei genau richtig, weil die Energiewende weiter vorangetrieben werden müsse. „Die Digitalisierung ist der nächste Schritt – intelligente Verbrauchssteuerung ist dabei nur ein Stichwort“, erklärte Lies und gratulierte den Preisträgern, die in ihren kurzen Dankesreden unter anderem auf die Bedeutung frühzeitiger Bürgerbeteiligung hinwiesen.

„Wenn das regionale Leader-Entwicklungskonzept heute unter dem Motto ,Aller-Leine-Tal – hier fließt Energie' steht, dann zeigt das, wie viel erreicht wurde“, so Stefan Dreesmann. Es sei deshalb konsequent und richtig, mit der Einrichtung der Stelle eines kommunalen Energie-Managers die positive Entwicklung weiter zu steuern.

Es gehe um kleine Projekte, an denen die Menschen konkret mitarbeiten könnten. Vor Ort seien zum Beispiel Wasser-Kleinkraftwerke möglich. Und im Großen: „Die Krise bei VW kann auch eine Chance sein. Das Unternehmen hat das Potenzial, CO2-neutrale Autos zu bauen“, betonte Dreesmann.

Die Preisträger würdigten zum Abschluss der Preisverleihung, zu der Hans-Ulrich Rasokat im Hotel Bertram die Klaviermusik beisteuerte, ihrerseits die Gewinner der Solarbundesliga: Im Wettstreit von bundesweit 2000 Gemeinden, die unter sich die besten Plätze anhand der installierten Photovoltaik-Leistung ausmachten, haben im Aller-Leine-Tal/Heidekreis die Gemeinden Frankenfeld, Gilten und Böhme die ersten drei Plätze belegt.

uf

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