Bilanzsumme von 2,96 Milliarden Euro

Volksbank trotzt der Niedrigzinsphase

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Vorstand Cord Hasselmann stellt die Bilanz vor. 

Winsen - „Die Volksbank Lüneburger Heide hat sich 2016 in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld behauptet.“ Das schreibt das Geldinstitut in einer Pressemitteilung. Die Strategie, auf die Schwerpunkte „Wachstum, Attraktivität und Stabilität“ zu setzen, habe sich bewährt. Mit den Symbolbuchstaben „WAS“ wurden die Teilnehmer der Vertreterversammlung in der Stadthalle Winsen auf diese Strategie aufmerksam gemacht.

„Ihre Volksbank ist ein Fels in der Brandung“, begrüßte der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Dieter Herzog rund 350 Vertreter und Gäste. „Wir sind in der digitalen Welt angekommen, ohne die Bodenhaftung und die Verbindung zu den Kunden zu verlieren.“ Digitalisierung betreffe nicht nur das direkte Bankgeschäft: „Wir haben heute die elektronische Erfassung der Angemeldeten und das Ausdrucken der Namensschilder hier getestet“, erklärte er. Die neue Crowdfunding-Plattform „Viele schaffen mehr“ sei schon jetzt ein Erfolg.

7,5 Prozent Zuwachs im Geschäftsjahr 2016

Die Volksbank hat den Angaben zufolge im Geschäftsjahr 2016 mit einer Bilanzsumme von 2,96 Milliarden Euro abgeschlossen – ein Zuwachs von 7,5 Prozent gegenüber 2015. Die Summe der Kundenkredite erhöhte sich um 5,7 Prozent auf 1,56 Milliarden Euro und die Summe der Kundeneinlagen um 9,4 Prozent auf knapp 2,3 Milliarden Euro. Die Bank erwirtschaftete einen Überschuss von 6,4 Millionen Euro. Davon fließen 4,2 Millionen in die Rücklage, 1,8 Millionen Euro werden als Dividende ausgeschüttet.

Diese Ergebnisse legte Vorstand Cord Hasselmann vor. Die wirtschaftliche Lage sei bestimmt von den vier Faktoren Niedrigzinsphase, demografischer Wandel, Digitalisierung und Regulierung. Dabei gehe es um Strategien, mit einer anhaltenden Niedrigzinsphase umzugehen. „Wir denken da in Dimensionen von vier bis fünf Jahren.“

Erfolg wird mit weniger Mitarbeitern möglich sein müssen

Für spätere Zeiten, wenn die „Babyboomer“ in Rente gingen, müsse die Volksbank dafür sorgen, dass sie auch mit weniger Mitarbeitern erfolgreich bleibe – Stichwort Digitalisierung. Die Weltwirtschaft biete Chancen und Risiken. Ein Unsicherheitsfaktor sei der Brexit, da Großbritannien der drittgrößte Exportkunde Deutschlands sei. Die Bankenregulierung binde zwar Mitarbeiter-Kapazitäten, „aber den Sinn der Regulierung stelle ich keinesfalls infrage“, sagte Hasselmann.

Problematisch sei die gestiegene Summe der Kundeneinlagen: „Dahinter stecken Neukunden, die Geld bei uns parken, um Strafzinsen zu vermeiden. Wir führen mit solchen Kunden Einzelgespräche, weil wir keine pauschalen Strafzinsen erheben wollen.“

Das Jahr 2016 schloss die Volksbank mit 70 728 Mitgliedern, 1 972 mehr als im Vorjahr, und einer Eigenkapitalsumme von 282 Millionen Euro ab. Die Volksbank Lüneburger Heide betreute 2016 über 160 000 Kunden. Knapp 4 000 Menschen seien Teilhaber der Bank geworden.

Kunden investieren in Null-Zins-Phase stärker in alternative Wertpapieranlagen

Das Wertpapiergeschäft sei ausgebaut worden, so Hasselmann. Angesichts des Null-Zins-Niveaus hätten die Kunden verstärkt in alternative Wertpapieranlagen investiert. Die Nachfrage nach Baufinanzierungen und gewerblichen Finanzierungen verlaufe weiterhin lebhaft.

Die Zahl der Mitarbeiter blieb 2016 annähernd gleich. In über 50 Filialen arbeiteten im Durchschnitt des Jahres 629 Personen, darunter 203 Männer und Frauen in Teilzeit sowie 42 Auszubildende. „Zum 1. August wollen wir bis zu zwölf neue zukünftige Bankkaufleute in die Ausbildung bringen. Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie das interne Schulungsangebot wurden mit fast 3 000 Tagen intensiv genutzt.“

Die Vertreter votierten einstimmig für die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie für die geplante Dividende in Höhe von sechs Prozent.

Im Aufsichtsrat standen Wahlen an: Marianne van Gunst, Thomas Dannacker, Andreas Baier und Michael Röhrs wurden in ihren Ämtern bestätigt. Zur Wahl der Vertreter für die kommenden vier Jahre wurde ein neuer Wahlausschuss gebildet.

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