Pastorin Mirja Rohr wird am 6. März offiziell in ihr Amt eingeführt

„Trotz Corona zusammenhalten“

Pastorin Mirja Rohr vor der Kirche in Ahlden.
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Die 31-jährige Pastorin Mirja Rohr fühlt sich wohl in Ahlden.

Mirja Rohr lebt seit drei Jahren in Ahlden. Vor zwei Jahren wurde sie hier ordiniert, am 6. März wird sie offiziell in ihr Amt als Pastorin eingeführt. In Pandemie-Zeiten hält die Kirchengemeinde zusammen, es gibt sogar einen Bringdienst in die kleineren Dörfer.

  • Die 31-jährige Mirja Rohr ist als Pastorin in Ahlden tätig.
  • Am 6. März wird die 31-Jährige offiziell in ihr Amt eingeführt.
  • In Corona-Zeiten hat sich der Kirchenvorstand allerhand einfallen lassen, um den Kontakt zu den Gemeindemitgliedern zu halten.

Ahlden – Mirja Rohr hat sich ein bisschen in die Kirchengemeinde Ahlden verliebt. Als sie vor drei Jahren in das Allerdorf kam, schlug ihr eine erste Sympathiewelle entgegen. Sie war offen und ehrlich und ging freundlich auf die Menschen in den kleinen Ortschaften der Kirchengemeinde zu, wurde schnell warm mit ihnen und entwickelte Ideen für alle. Diese möchte sie in den kommenden Jahren gemeinsam mit den Ahldenern, den Eiltern, Hodenhagenern und Bierdern umsetzen.

Vor zwei Jahren wurde sie in Ahlden ordiniert, am 6. März wird sie offiziell in ihr Amt eingeführt.

In Corona-Zeiten jeden Freitag eine kleine Andacht

„Wenn ich mit meinem Fahrrad unterwegs bin, halte ich immer wieder irgendwo an einem Gartenzaun und unterhalte mich mit den Menschen“, erzählt Mirja Rohr. Gern ist sie zu Fuß in der Schlenke unterwegs, mag das wunderschöne Land am großen Fluss, die historische Kirche, in der sich in Corona-Zeiten jeden Freitag Menschen zur kleinen Andacht treffen, und ihr Pfarrhaus, das in fleißiger Arbeit des Kirchenvorstandes ein hübsches Heim geworden ist. „Und ich mag diesen Menschenschlag.“ Die Vereine, mit denen sie immer mehr zusammenarbeitet, den Kirchenvorstad, „der mir immer zur Seite steht.“

Mirja Rohr blickt sehnsüchtig zur alten Kirche hinüber, die in der Sonne glänzt. „Corona ist anstrengend – für alle Menschen“, sagt sie. „Ich bin aber zuversichtlich, dass es bald wieder bergauf geht, dass wir all die schönen Dinge, die guten Veranstaltungen, die wir im letzten Jahr haben ausfallen lassen müssen, nachholen können.“ Die Pastorin: „Ich kann doch aus Ahlden nicht einfach weglaufen, weil ich den Menschen gesagt habe, dass wir gemeinsam diese Treffen machen werden, Trauungen nachholen, Gemeindefeste, den Herbstbasar, wofür sich sogar eine Gruppe gebildet hat, die auch in diesen Zeiten kräftig bastelt. Mit Abstand, versteht sich, aber trotzdem mit großer Aktivität.

„Wir alle mussten lernen, mussten viel allein machen, mehr telefonieren. Das direkte Gespräch mit den Einwohnern fehlt mir daher immer mehr.“ Mit Videokonferenzen gehe nicht alles, obwohl sie gerade in dieser Zeit eine große Hilfe zum Miteinander geworden seien.

Die Kirchenvorstandsmitglieder haben einen Bringdienst in die kleinen Dörfer der Kirchengemeinde organisiert. Manchmal fahren sie mit dem Kirchenbus irgendwohin, wo man die Pastorin und Gitarrenspielern Eicke Patzlee erleben möchte, halten dort vor kleinster Gemeinde einen Mini-Gottesdienst, singen ein Lied, hören gute Worte der Ahldener Pastorin, die aufrütteln will, sagen möchte: „Lasst uns trotz Corona zusammenhalten, es wird wieder eine bessere Welt geben.“ Die Menschen auf dem Land nähmen dieses Angebot immer mehr an. „Ich freue mich über diesen Zuspruch.“

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