Leader-Region setzt sich ein

Erhalt traditioneller Obstsorten: Streuobstwiesen im Aller-Leine-Tal

Die Ernte einer Streuobstwiese bereitet oft bis in das nächste Jahr hinein Freude. Foto: Stache

Hodenhagen - Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) der Leader-Region Aller-Leine-Tal hatte für Dienstagabend Besitzer und Pächter von Streuobstbeständen ins Rathaus der Samtgemeinde Ahlden nach Hodenhagen eingeladen. Dieses erste Treffen diente dem Ziel, möglichst viele für ein gemeinsames Leader-Projekt zur Pflege der Streuobstbestände, der Anlage von neuen Flächen mit Obstbäumen und der Umweltbildung zum Thema Streuobstwiesen zu begeistern und sie daran zu beteiligen.

Die Leader-Region ALT ist eine Kooperation der Gemeinden Dörverden und Kirchlinteln, Hambühren, Wietze und Winsen sowie der Samtgemeinden Ahlden, Rethem und Schwarmstedt. Träger des Projekts „Streuobstwiesen im Aller-Leine-Tal“ ist die Naturschutzstiftung Heidekreis.

Im Herbst hatte es bereits eine Bestands- und Interessensabfrage gegeben. Streuobstwiesen mit ihren alten, traditionellen Baumbeständen sind stark rückläufig. Dabei bieten sie einen wichtigen Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten und leisten einen großen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität. „Durch den Schwund der Streuobstwiesen gibt es in Deutschland nur noch weniger als 1 000 regionale Obstsorten. Der Erhalt, aber auch die Neuanlage von Streuobstwiesen ist daher ein besonderes Anliegen, um die Landschaft für die Flora und Fauna sowie für den Menschen wieder attraktiver und diverser zu gestalten“, heißt es in der Einladung der Koris - Kommunikative Stadt- und Regionalentwicklung Hannover.

Mirco Johannes von der Naturschutzstiftung Heidekreis berichtete am Dienstag über seine Erfahrungen aus dem Projekt und beantwortete bereitwillig Fragen.

„Das Treffen wurde sehr gut besucht: 26 Interessierte aus dem ganzen Aller-Leine-Tal waren mit ganz unterschiedlichen Motivationen nach Hodenhagen gekommen. Der Teilnehmerkreis setzte sich aus verschiedenen Personengruppen zusammen: von Gemeinde- und Bauhofvertretern und Bürgermeistern bis hin zu Streuobstwiesenbesitzern, Mitgliedern von Bürger- oder Naturschutzvereinen und Privatpersonen mit allgemeinem Interesse“, erklärte Koris-Mitarbeiterin Lisa Hitzmann. Viele der Teilnehmer hätten Interesse geäußert, weiterhin am Thema Streuobstwiesen mitzuarbeiten und ein passendes Konzept für das Aller-Leine-Tal zu entwickeln.

Das nächste Treffen findet am Montag, 18. März, um 18 Uhr, statt. „Der genaue Ort wird noch bekannt gegeben“, so Hitzmann.  

bst

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