Parktester: Serengeti-Park Hodenhagen

Wo die wilden Tiere wohnen

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Ein kleiner Snack im Bus: Fahrerin Romy hat eine Giraffe angelockt. Das sorgt natürlich für einiges Aufsehen.

Hodenhagen - Von Marvin Köhnken. Wie viel Wildnis darf es sein? Im Safari-Bus haben die Besucher die Qual der Wahl: „Unten gucken die Tiere rein, oben hat man selbst die bessere Aussicht!“, sagt Busfahrerin Romy. Rund 1500 Wildtiere machen den Serengeti-Park Hodenhagen zu einem Abenteuer – vor allem für Tierfreunde ab drei Jahren.

Seit 1974 ist das schon so. Das Konzept ist unverwüstlich. Erwartungsvolle Menschen jeden Alters zieht es in den ungewöhnlichen Tierpark im Heidekreis, Karussells und ein kleines Show-Programm runden den Besuch ab. Übernachtungen sind mitten in der Prärie – im Angesicht der wilden Tiere auch möglich.

Der Höhepunkt eines Tagesbesuchs – eine Fahrt durch die verschiedenen Tiergehege – lässt sich wahlweise mit dem eigenen Auto oder im Doppeldecker-Bus mit fachkundigen Führern erleben. Es ist die Wahl zwischen dem Risiko, Seitenspiegel oder Antennen zu verlieren und einer Rundtour mit Aussicht, sozusagen auf der sicheren Seite des Abenteuers.

Mit dem Bus nach Afrika

Mit dem Bus dauert die Fahrt vorbei an neugierigen Giraffen, majestätischen Löwen und stoischen Flamingos etwa eine Stunde. In stetiger Regelmäßigkeit drehen die Teilzeit-Entdecker ihre Köpfe auf Zuruf von links nach rechts – auf der Suche nach den tierischen Bewohnern Hodenhagens.

Eines der Serengeti-Gehege ist ein Streichelzoo. Dort ist es erlaubt, die Tiere zu füttern.

In einem Streichelzoo-Bereich und bei den Affen auf Dschungel-Safari fallen die letzten Hürden, der europäisch sozialisierte Mensch trifft auf hungrige Vierbeiner und artverwandte Klettermaxe. Bezeichnend dabei: An die Regeln eines gelungenen Miteinanders halten sich vor allem die Tiere – immer wieder füttern vermeintlich höher entwickelte Zweibeiner verbotenerweise, was das Zeug hält. Da können die Verbotsschilder noch so groß und zahlreich sein. Der Reiz der Wildnis ist oftgrößer als die Gedanken an das Wohl der Tiere.

Immer, wenn Menschen ein Teil der Attraktionen sind, ist auch viel Humor mit dabei. Genau wie viele der Fahrgeschäfte im Abenteuer-Bereich des Parks richten sich Busfahrer, Dschungel-Führer und Akrobaten mit flotten Sprüchen vor allem an Kinder und junge Teenager – ohne dabei die erwachsenen Abenteurer gänzlich außer Acht zu lassen. Über Opa zu lachen, tut schließlich niemandem weh. Ironie gehört ganz einfach dazu.

Mit der „Black Mamba" auf wilde Fahrt

Rasante Minuten erleben die Parkbesucher – sofern denn die neue Technik nicht versagt – auf einem „Black Mamba“-Schnellboot. Seit diesem Sommer sorgen deren Fahrer mit 360-Grad-Drehungen ohne einschränkende Schienen für nasse T-Shirts und ordentliche Schübe Adrenalin.

Im neu angelegten Affengehege trennen Besucher und Bewohner weder Zäune noch Gitter.

Die Orientierung im Park gelingt oder misslingt anhand von zahlreichen Wegweisern, der Faltplan fällt durchaus kompliziert aus. Weil das zu Fuß zugängliche Areal inklusive Elefanten-Panorama-Pfad und neuem Affengehege keine Marathon-Ausmaße aufweist, folgen Besucher am besten ihrem Gespür. Imbissangebote und Toiletten gibt es an jeder Ecke. Allerdings: Viele Preise machen stutzig, ohne mitgebrachte Speisen als Ergänzung kann es für Familien teuer werden.

Am Ende eines Tages – Erwachsene zahlen 29, Kinder zwischen drei und zwölf Jahren 24 Euro – sind Besucher um zahllose tierische Bekanntschaften reicher. Fotoapparate sind womöglich vollgeknipst. Shows und Karussells erweisen sich als gute Ergänzung zum Wildtier-Programm.

Geöffnet ist der Park im Sommer bis 18.30 Uhr, ansonsten schließt er früher. Die Tiere ziehen sich in der Regel um 17 Uhr zum Fressen in ihre Hütten zurück.

www.serengeti-park.de

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