Erste Teile des Flugzeugs sind da

Saison-Bilanz im Serengeti-Park: „Menschen haben uns nicht im Stich gelassen“

Nashorn guckt frontal in die Kamera, im Hintergrund Bäume.
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Drei Nashörner wurden 2021 in Hodenhagen geboren. Hier der Bulle Martin.

Hodenhagen – „Wir haben 656.500 Besucher aus aller Welt begrüßen können, die uns nicht im Stich gelassen haben, die immer wieder kamen und sich an unserem Konzept erfreut haben.“ Serengeti-Park-Inhaber Fabrizio Sepe zieht zufrieden Bilanz der vergangenen Corona-Saison.

„Für mich war es besonders schön, die strahlenden Augen der Kinder zu sehen, als sie endlich wieder raus durften, sie bei unseren über 1 500 Tieren erleben zu dürfen. Es war phänomenal.“

Traum vom Flugzeug-Restaurant scheint sich zu erfüllen

Dennoch sei nicht alles nach Plan gelaufen: „Eigentlich wollte ich ein zweites, großes Restaurant bauen. Wir haben darauf wegen der ständig steigenden Baukosten verzichten müssen.“ Aber Sepe ist jemand, der neue Visionen entwickelt, der versucht, auch Unmögliches umzusetzen. „Als ich die Zusage erhielt, das alte Luftwaffen- Flugzeug aus Berlin, das eigentlich abgerüstet werden sollte, kaufen zu können, um dort ein Restaurant einzurichten, war es für mich wie der Sieg im Championsleague-Finale.“ Der Traum scheint sich nach einigen Transportschwierigkeiten zu erfüllen. „Die endgültige Genehmigung steht kurz bevor“, sagt Sepe.

Aufwendige Lösung für den Transport des Fliegers

Einige Teile des Flugzeugs sind bereits in Hodenhagen angekommen. In Gesprächen mit zwei Naturschutzbehörden sei man zu einer wenn auch aufwendigen Lösung gekommen. „Der Weg nach Hodenhagen wurde komplett gescannt, damit kein Zweig beschädigt wird. Der runde Rumpf des Flugzeugs wird mit Vaseline extra eingerieben, um bei Kontakten mit den Zweigen, die von einem Steiger aus beobachtet werden, Schäden zu vermeiden.“

Vermutlich irgendwann im kommenden Jahr wird das Flugzeug-Restaurant mitten im Park eröffnet.

Als Fabrizio Sepe den Park vor fünf Jahren eigenverantwortlich von seiner Schwester übernahm, änderte sich das Leben rund um das Safariland. „Wir haben viele Schulungen unserer bis zu 600 Mitarbeiter durchgeführt, haben neue Übernachtungsmöglichkeiten mit kleinen Häusern und Hütten gebaut, die in die Gegend passen und die heute mehr als gut angenommen werden.“

Autosafari hat über schwere Zeiten hinweggeholfen

Die Autosafari durch das Tierland hat dem Serengeti-Park sicherlich über ganz schwere Zeiten hinweggeholfen. Ein konsequent durchgeführtes Hygienekonzept überzeugte im vergangenen Jahr, sodass der Park als erstes Freizeitunternehmen 2020 wieder öffnen durfte.

Jeden Tag 30.000 Euro Futterkosten

„Es war vor allem für unsere Tiere wichtig. Keiner weiß, dass wir an jedem Tag im Jahr 30.000 Euro Kosten für die Fütterung und für das Personal haben, dass ein Elefant bis zu 350 Kilogramm am Tag frisst, dass wir immer wieder Futter heranschaffen müssen, auch dann, wenn der Park geschlossen ist. Aber man hat uns nicht hängengelassen“, so Sepe

Neue Achterbahn in der Planung

Für das kommende Jahr sind einige Neuheiten geplant. Sepe hat seine uralte Achterbahn, den Höllenblitz, abbauen lassen. „Ich verspreche eine neue Achterbahn, die vieles in den Schatten stellen wird.“ Er will eine neue Tieranlage bauen mit Tieren, die schon einmal im Park leben durften. Und es wird noch einiges mehr an Investitionen geben.

In diesem Jahr kamen bei den Nashörnern gleich drei Babys an. Die Bisonherde hat sogar sieben Jungtiere.

Zusammenarbeit mit der heimischen Bevölkerung

Sepe kündigt an, noch mehr mit der einheimischen Bevölkerung zusammenarbeiten zu wollen. „Wir könnten zum Hodenhagener Erntefestumzug doch auch einen Festwagen beisteuern“, sagt er. „Wir müssen hier in der Heide noch mehr zusammenfinden.“

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