Kein Baum wird zu viel gefällt

Serengeti-Park bezieht Stellung zu Airbus-Transport: „Eine Rodung war nie vorgesehen“

Wie lange der Airbus noch in Langenhagen bleibt, steht noch nicht fest, das noch kein fester Zeitplan erarbeitet werden konnte.
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Wie lange der Airbus noch in Langenhagen bleibt, steht noch nicht fest, da noch kein fester Zeitplan erarbeitet werden konnte.

Hodenhagen – A310 – hinter dieser kurzen Bezeichnung verbirgt sich ein Projekt des Serengeti Parks Hodenhagen, dessen Größe und Aufwand wohl derzeit mit keinem zweiten im Heidekreis zu vergleichen sind. Gleichzeitig ist es die Typbezeichnung des ausrangierten Bundeswehr-Airbus’, den der Park zu einem Restaurant umfunktionieren möchte. Doch um das möglich zu machen, muss die Maschine von ihrem aktuellen Parkplatz in Hannover-Langenhagen nach Hodenhagen gebracht werden: eine Strecke von rund 50 Kilometern über die Landstraßen von sieben Gemeinden.

Genau dieser Transport sorgte jetzt für ordentlich Trubel. Parteien sowie Bürgermeister begehrten auf und machten ihrer Sorge Luft, wie viele Bäume am Straßenrand für dieses Vorhaben wohl entfernt werden müssten. Die Gemeinde Wedemark machte sogar komplett dicht, lehnte das Vorhaben als Ganzes ab und drohte, eine Strafanzeige zu stellen, sollte nur ein Baum beschädigt werden.

Diese Debatte nahm der Serengeti Park zum Anlass, einen runden Tisch einzuberufen – in einem Versuch, das Informationsbedürfnis aller Beteiligten zu stillen und bei jeglichen Fragen ausführlich Rede und Antwort zu stehen. Mit Erfolg, wie Asta Knoth, Pressesprecherin des Serengeti Parks, bei einer anschließenden Pressekonferenz berichtete.

„Ich glaube, das Gespräch hat bei allen einen positiven Eindruck hinterlassen. Es gab einen sachlichen und konstruktiven Dialog und jeder hatte die Möglichkeit, Nachfragen zu stellen, sodass wir einen Großteil der zuvor bestehenden Sorgen ausräumen konnten“, schilderte sie. Am Ende der Runde stand eine gemeinsam ausgearbeitete To-Do-Liste für sowohl den Park als auch das Transportunternehmen Zureck Logistik. „Diese Forderungen und Wünsche gilt es nun abzuarbeiten, wonach ein zweites Gespräch folgen soll“, so Knoth.

Standen gemeinsam Rede und Antwort zu sämtlichen Fragen rund um den Airbus-Transport: Dirk Kasper (l.), Leiter des Projektes, Andreas Gorke (2.v.r.), Projektmanager bei Zureck Logistik, und Pressesprecherin Asta Knoth (r.).

„Obwohl der Serengeti Park sehr erfahren ist, was Schwertransporte angeht, ist der eines ganzen Airbusses auch für uns eine wortwörtlich große Aufgabe“, schilderte die Pressesprecherin weiter. Trotzdem scheue das Unternehmen keine Kosten und Mühen, wenn es darum geht, den Gemeinden so wenig wie möglich zu belasten und gleichzeitig so wenig Bäume wie möglich entfernen zu müssen. „Einen Transport, der mit der Rodung zahlreicher Bäume einherginge, würden wir niemals beauftragen“, stellte Knoth entschieden klar.

Die von Zureck Logistik erarbeitete Streckenführung sehe lediglich an der Kreuzung L190/K149 die Fällung von zwei bis maximal sechs Bäumen vor. „Hierbei handelt es sich um Jungbäume mit geringem Stammdurchmesser, die wild am Rand eines Wirtschaftswaldes gewachsen sind. Selbstverständlich werden wir an einer noch zu definierenden Stelle eine Kompensation durch Aufforstung anbieten“, so Knoth. In anderen Bereichen entlang der Strecke gehe es nur um das Entnehmen einzelner Äste, „die selbstverständlich fachgerecht entfernt und entsorgt und die Schnittstellen versiegelt werden“.

Bilder veranschaulichen die Pläne des Resorts.

„In erster Linie geht es um den Rumpf, den zweifelsohne größten Teil der Maschine“, erläuterte Andreas Gorke. Er ist der Projektmanager für die A310 bei Zureck Logistik. Der Transport der anderen Teile stelle sich weniger schwierig dar. „Das Fahrzeug, auf dem der Rumpf gefahren wird, bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von maximal fünf Stundenkilometern und hat zusammen mit dem Airbus eine Länge von 43,88 Metern, eine Höhe von 6,90 Metern und eine Breite von 6,40 Metern.“ Anfangs sei man von größeren Maßen ausgegangen, „doch wir haben Möglichkeiten gefunden, sie weiter zu reduzieren, wodurch sich andere mögliche Verläufe ergeben haben“, so Gorke. Wiegen wird das Gefährt wohl circa 80 Tonnen.

„Eins steht fest: Es wird kein Lichtraumprofil von sieben Metern freigeschlagen. Erst wenn der Transport unmittelbar vor fraglichen Bäumen steht, wird entschieden, ob gefällt werden muss oder nicht. Es besteht sogar die Möglichkeit, dass kein einziger Baum gefällt werden muss“, schilderte Knoth abschließend.

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