Niedersächsische Landesforsten haben 2 .000 Treffpunktschilder aufgestellt

Notfallschilder: Schnelle Hilfe im Wald

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Der Bürgermeister von Ahlden, Kai Schliekelmann (r.), und Revierförster Gerd Jülke beim Aufstellen eines Schildes am Schlenkweg in Ahlden.

Ahlden - Die Niedersächsischen Landesforsten verbessern mit dem flächendeckenden Aufstellen von Notfall-Treffpunktschildern die schnelle Hilfeleistung bei Unfällen im Wald. Im Bereich der Gemeinde Ahlden wurden jetzt drei neue Schilder aufgestellt, so eine Pressemitteilung.

Jedes der Schilder trägt eine individuelle Bezeichnung, die sich aus der Buchstabenkombination des zuständigen Landkreises und einer Punktnummer zusammensetzt. Wird der Notruf 112 gewählt, können Hilferufende diese Bezeichnung angeben. Den zuständigen Rettungsleitstellen steht ausführliches Kartenmaterial zur Verfügung, sodass ein zügiges Anfahren des Notfall-Treffpunktes durch Notarzt und Rettungsfahrzeug gewährleistet ist. Von dort können die Rettungskräfte zu den Unfallorten abseits der Wege geführt werden. In den 24 Forstämtern der Landesforsten wurden inzwischen über 2 000 der Schilder aufgestellt.

Das System der Notfall-Treffpunkte wurde ursprünglich für den Forstbetrieb entwickelt: Verunglückt ein Forstwirt bei der Arbeit im Wald, ist es Rettungskräften fast unmöglich, den Unfallort auf Anhieb zu finden. Daher gilt bei den Landesforsten der Grundsatz: Gefährliche Arbeiten werden stets in Gruppen von mindestens drei Personen ausgeführt. Erleidet einer einen Unfall, bleibt der Zweite und leistet Erste Hilfe. Der dritte Forstwirt informiert den Rettungsdienst und trifft sich mit den Sanitätern am nächstgelegenen Treffpunkt. Von dort führt er diese an den Unfallort. So werden unnötige Suchfahrten im Wald vermieden und wertvolle Zeit gespart.

Das System hat sich bereits bei Arbeits- und Freizeitunfällen in den Landesforsten bewährt. Kein Forstwirt wird im Wald ohne die Angabe des nächsten Notfall-Treffpunkts im Arbeitsauftrag tätig.

„Was für die Waldarbeit gilt, hilft natürlich auch den Erholungssuchenden im Wald. Auch Reiter, Fahrradfahrer, Mountainbiker und Wanderer bewegen sich in der Natur fern ab schnell erreichbarer Orte. Im Notfall gelangt hier genauso die schnelle Hilfe an den Unfallort“, betont Gerd Jülke, der für die Försterei Ahlden zuständige Revierförster.

Um im Falle eines Notfalls noch schneller einen solchen Treffpunkt zu finden, hat die Firma Intend Geoinformatik in Zusammenarbeit mit den Landesforsten im Google Play Store die App „Hilfe im Wald“ veröffentlicht. Diese App kann mit Smartphones unter dem Betriebssystem Android kostenfrei genutzt werden. Weitere Informationen zur App und den kostenlosen Download finden Interessierte unterwww.intend.de/produkte/hilfe-im-wald/.

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