Tiere auf der Fahrbahn

Paviane unternehmen Ausflug

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Ein bisschen Fernweh bleibt: Ein ausgebüxter Pavian hockt nach seinem Ausflug außerhalb seines Geheges auf einem Metallgitter im Serengeti-Park.

Hodenhagen - Tiere auf der Fahrbahn sind Autofahrern durchaus vertraut, aber dies dürfte neu sein: An einer Landesstraße in Hodenhagen im Heidekreis wurden Paviane gesichtet. Doch der Ausflug dauerte nicht lange.

Die Tiere stammten aus dem Serengeti-Park Hodenhagen, bestätigte die Polizei in Soltau am Montag. Zu Unfällen sei es nicht gekommen, Mitarbeiter des Parks und die Polizei hatten bereits in der Nacht eine Suchaktion gestartet. Die Paviane waren an der Straße zwischen Hodenhagen und Winsen unterwegs.

Doch die drei erwachsenen Affen und ein Jungtier haben ganz alleine zurück zum Park gefunden. Am Sonntagabend war die Gruppe ausgebüxt, bereits am Montagvormittag hat der Hunger sie wohl wieder zurückgetrieben, berichtet die "Hannoversche Allgemeine Zeitung".

"Es ist bereits das fünfte oder sechste Mal, dass die Tiere ausgebüxt sind", sagte Parkleiter Fabrizio Sepe am Montag. Jedes Mal hätten die Paviane bisher den Rückweg alleine angetreten. Die Tiere seien sozial eng verbunden mit ihrer Herde, da blieben sie nicht lange weg, erklärte der Parkleiter. Bei einem der früheren Vorfälle konnten die Tiere allerdings erst nach zehn Tagen eingefangen werden. Die Flucht ermöglicht hatte den Angaben zufolge der Wind: Ein Ast soll von einem Baum gefallen und auf dem Zaun des Geheges liegengeblieben sein. Diesen nutzten die Paviane zum Klettern.

Über die Flucht wird sich aber so mancher wundern. Schließlich haben die Paviane erst kürzlich innerhalb des Wild-Areals Nordafrika ein neues, 5200 Quadratmeter großes Inselareal bekommen. Doch vielleicht passte ihnen gerade das nicht. Denn in ihrem neuen Zuhause sind sie jetzt durch einen Wassergraben von der Fahrstraße getrennt. So können die Affen von den Gästen nun ohne Sorge um die Sicherheit ihrer Fahrzeuge beobachtet werden.

Bisher sind die Park-Bewohner auch gerne mal auf die Autos der Besucher gestiegen. Jetzt können die Gäste sich die Tiere mit gewissem Abstand in aller Ruhe ansehen. Vielleicht haben den Pavianen diese kleinen Abenteuer gefehlt oder sie vermissen einfach die Menschen und ihre Wagen.

jom/dpa

 

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