Seit 1974 in Hodenhagen zu Hause

Trauer um Nashorn Doris: Serengeti-Urgestein stirbt im Alter von 50 Jahren

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Nashorndame Doris ist am Freitag im Alten von 50 Jahren gestorben. Ihr hat das Team in Hodenhagen viele Zuchterfolge zu verdanken.

Deutschlands ältestes Breitmaulnashorn ist tot: Die 50 Jahre alte Doris ist am Freitag im Serengeti Park Hodenhagen gestorben. Das Tier war eines der letzten seiner Art, das aus freier Wildbahn in einen zoologischen Garten gekommen war. Gleichzeitig war Doris eine der ersten Bewohnerin des Serengeti Parks.

Hodenhagen - Der Serengeti-Park Hodenhagen trauert um Nashorndame Doris. Die 50 Jahre alte Nashorndame Doris war nicht nur das bundesweit älteste Breitmaulnashorn, sondern auch einer der letzten Wildfänge, die überhaupt noch in menschlicher Obhut leben, heißt es in einer Meldung des Parks. Weltweit leben nur demnach noch sehr wenige dieser seltenen Exemplare in zoologischen Gärten. Die Lebenserwartung von Breitmaulnashörnern liegt laut Angaben des Parks bei etwa 45 Jahren.

Doris hat die Nashornzucht maßgeblich beeinflusst, heißt es weiter: Sie ist die Mutter, des 1991 in Hodenhagen geborenen Bullen Kai, mit dem 1996 im afrikanischen Etosha Nationalpark die weltweit erste Auswilderung eines in Europa gezüchteten Breitmaulnashorns gelang. Und auch Martin, der aktuelle Zuchtbulle des Serengeti Parks, ist ein Nachkomme von Doris. „Bedingt durch seine weitläufigen Flächen und die naturnahe und artgerechte Haltung kann der Serengeti-Park weltweit die zweitbesten Zuchterfolge bei Breitmaulnashörnern vorweisen.“

48 Breitmaulnashörner in Hodenhagen geboren

Seit der Gründung des Parks in Hodenhagen sind dort 48 Breitmaulnashörner zur Welt gekommen. Seit seiner Gründung setzt sich der Serengeti Park für Artenschutz, Forschung und Nachhaltigkeit ein. Der Park nimmt am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm EEP teil.

Doris wurde 1969 in Kwazulu Natal (Südafrika) in freier Wildbahn geboren und kam im August 1974 in den kurz zuvor eröffneten Park in Hodenhagen. Sie gehörte damit zu den Urgesteinen des Parks, heißt es in der Mitteilung. Doris habe einen besonders wertvollen Beitrag für den Arterhalt der südlichen Breitmaulnashörner, die auf der Roten Liste der IUCN als „potentiell gefährdet“ eingestuft sind, geleistet. So habe sie im Serengeti Park insgesamt 15 Jungtiere zur Welt gebracht.

Erst kürzlich hatte das Team des Serengeti Parks eine Kamera live geschaltet, die das Treiben im Giraffen-Haus zeigt. Dort wird mehrfacher Nachwuchs erwartet.

Unser Reporter war nachts im Serengeti-Park unterwegs, wenn die Tiere scheinbar schlafen.

Schock-Momente gab es im August 2019 im Serengeti-Park Hodenhagen: Der Nashornbulle Kusini hat vor den Augen von Besuchern eine Tierpflegerin in ihrem Auto angegriffen und das Fahrzeug umgestoßen.

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