Katharina Dröse lernt seit Montag im Ortsverband Aller-Leine

Johanniter bilden erstmals Notfallsanitäter aus

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Katharina Dröse und Detlef Schulz.

Schwarmstedt - Sie ist gewissermaßen eine Pionierin: In der Lehrrettungswache der Johanniter in Schwarmstedt wird Katharina Dröse aus Essel seit Montag als erste zur Notfallsanitäterin ausgebildet. Neben zwei weiteren Frauen und vier Männern hatte sie sich in den umfangreichen Auswahlverfahren durchgesetzt und einen der sieben begehrten Ausbildungsplätze im Regionalverband Niedersachsen-Mitte bekommen.

„Der Beruf des Notfallsanitäters wird den des Rettungsassistenten ersetzen“, sagt Uwe Beyes, Mitglied im Vorstand der Johanniter aus dem Regionalverband. Die nun dreijährige Ausbildung soll das nicht-ärztliche Rettungsdienstpersonal zu mehr eigenverantwortlichem Handeln befähigen. In der Praxis heißt das: Notfallsanitäter dürfen künftig zum Beispiel – nach Vorgabe des Ärztlichen Leiters Rettungsdienst – heilkundliche Maßnahmen anwenden. Mehr Kompetenz bedeutet natürlich auch mehr Verantwortung.

Die Johanniter haben deshalb vor die Ausbildung ein Auswahlverfahren gestellt. „Am Ende ihrer Ausbildung müssen Notfallsanitäter nicht nur fachkompetent, sondern auch körperlich fit und psychisch stabil sein“. Denn neben der Konfrontation mit Kranken und Verletzten müssen die Retter auch ihre zum Teil mehr als 25 Kilogramm schwere Ausrüstung mit sich tragen und in der Lage sein, nicht gehfähige Patienten sicher in die Klinik zu bringen.

Dröse wird ihre schulische Ausbildung an der Johanniter-Akademie Bildungsinstitut Hannover absolvieren. Darüber hinaus lernt sie praktisch in der Lehrrettungswache der Johanniter im Ortsverband Aller-Leine in Schwarmstedt sowie im Heidekreis-Klinikum Walsrode und Soltau.

Dröse hat bereits ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bei den Johannitern absolviert und im Anschluss die Prüfung zur Rettungssanitäterin bestanden. „Ich freue mich darauf, als erste angehende Notfallsanitäterin meine Ausbildung in Schwarmstedt machen zu können“, sagt sie.

Detlef Schulz, Praxisanleiter im Rettungsdienst, der sie die komplette Ausbildung begleiten wird, setzt hohe Erwartungen an seine Aufgabe. „Mit dem neuen Berufsbild wird sich das Rettungswesen noch weiter professionalisieren und die Kompetenz und Verantwortung der Retter erhöht.“

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