Erster Öffnungstag im Serengeti-Park Hodenhagen / Strikte Einhaltung von Auflagen

Hoffnungsvoller Saisonstart

Spannende Erlebnisse auch mit den Tigern im Serengeti-Park.

Hodenhagen – Der kleine Junge aus Cloppenburg, der mit seiner Familie am Samstagmorgen nach 160 Kilometer langer Fahrt auf dem Parkplatz im Serengeti-Park eingetroffen war, konnte es vor lauter Spannung kaum mehr aushalten. „Wir mussten unbedingt hierher“, erzählte der Vater, der sich mit mitgebrachtem Essen und Trinken aus dem Auto noch einmal stärkte, um dann auf die kilometerlange Tour durch den Tierpark zu starten.

Der Serengeti-Park öffnete am Samstag erstmals in diesem Jahr die Pforten. Trotz der Sicherheitsvorkehrungen, die den Tierparks von Bund und Land vorgegeben sind und die der Park natürlich umsetzte, kamen die ersten Besucher. Erst war der Andrang eher gering, am Nachmittag nahm er immer mehr zu. Die Besucher wollten mit ihren Autos die Safaripark-Tour unternehmen. „Wir fanden vor allem die vielen kleinen Tiere auf dem Gelände, die gerade geboren sind, sehr schön“, sagte später der Cloppenburger Familienvater, der nach eigener Aussage sicher nicht das letzte Mal in diesem Jahr in Hodenhagen war.

Wegen der Kinder war auch eine Familie aus Bremen gekommen. Auch hier herrschte spürbare Spannung, aber keine Nervosität wegen Corona. „Wir finden es gut, dass der Park wieder aufgemacht hat“, so der Bremer, der Verständnis dafür zeigte, dass der übrige Freizeitpark-Bereich und die Gastronomie noch geschlossen sein müssen. „Irgendwann wird das auch wieder besser.“

Spürbare Erleichterung beim Pförtner am Eingang des Parkes, wo hilfreiche Mitarbeiter die Besucher in die richtige Bahn einwiesen und einige Fragen nach den Hygienevorschriften beantworten mussten. „Ja, unsere Toiletten sind geöffnet und werden ständig gereinigt“, sagte der Mann am Tor. Er hatte den Mund mit einem dunkelgrünen Schal bedeckt, „den ich schon im Kosovo getragen habe“.

Fabrizio Sepe, der 50-jährige Serengeti-Park-Besitzer, hat die Beschäftigten gut vorbereitet. Wochenlang hatte er zuvor für seine bis zu 540 Mitarbeiter und die vielen Tiere aus aller Welt gekämpft. Allerdings zeigte er sich zunächst ein klein wenig enttäuscht vom ersten Tag: „Es hätten vielleicht mehr Besucher sein können bei unseren doch fast um 50 Prozent reduzierten Eintrittspreisen.“

Der Park nimmt wieder Fahrt auf. Wenn auch nur im ersten, aber dem wichtigsten Bereich. Die Besucherinnen und Besucher, die am Samstag vornehmlich aus Norddeutschland kamen, zeigten sich zufrieden. „Sie kamen am Samstag etwas später und vorsichtiger, aber so kann es weitergehen“, äußerte sich Fabrizio Sepe am Abend nach einem auch für ihn aufregenden ersten Besuchertag in diesem Jahr.

Die Gäste sahen viele Jungtiere, es gab spannende Begegnungen mit den Löwen und Tigern, die nahe an die Fahrzeuge herankamen, und mit einem 2,9 Tonnen schweren Breitmaulnashorn.

Sepe hatte zwei „Drive-Ins“ aufbauen lassen, wo die Besucher aus dem Auto heraus Eis und Getränke kaufen konnten. Vorn waren die Toiletten geöffnet und durften von maximal drei Personen betreten werden. Mitarbeiter in gelben Warnwesten überwachten den Bereich, waren aber auch im Park unterwegs.

Sepe hoffte auf die kommende Zeit und dass er bald seine neuen Attraktionen öffnen darf. „Es wird ein langer Weg“, sagte Sepe. „Aber wir stehen das mit unseren Mitarbeitern durch.“  mü

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