Abschied nach 45 Jahren Ratsarbeit

Karl-Gerhard Tamke: Ein „Urgestein“ verlässt die Politik in Hodenhagen

45 Jahre lang hat Karl-Gerhard Tamke als Ratsherr und lange als Bürgermeister die Geschicke von Hodenhagen mitbestimmt. Heute blüht die Gemeinde mit dem Serengeti-Park. Tamke wurde zum Ehrenbürgermeister ernannt und musste eine lange Reihe von Gratulanten empfangen.

„Tschüß Herr Bürgermeister“. Mit Karl-Gerhard Tamke verabschiedet sich ein „Urgestein“ aus der Politik.

Und am Abend folgte dann die feierliche und herzliche Verabschiedung von Karl-Gerhard Tamke als Bürgermeister und Samtgemeinde-Ratsvorsitzender.

Man traf sich dort, wo Hodenhagens Rat noch nie getagt hatte, im Manyara-Restaurant des größten europäischen Safariparks. Der Park war es sicherlich auch, der dafür gesorgt hat, dass die Gemeinde in den zurückliegenden Jahren einen steilen Aufstieg erlebt hat, dass sehr viele neue Arbeitsplätze geschaffen wurden und, wie Walsrodes Bürgermeisterin Helma Spöring feststellte, den Dörflern eine sehr gute Gewerbesteuerbilanz gebracht hat. Hodenhagen blühe, weil es einen Bürgermeister gegeben hat, der sich mit klarer Kante und Energie, Leidenschaft und Einsatz auch über seine Dienstzeiten hinaus für Hodenhagen eingesetzt hat. Und der ein gut geführtes Schiff auch in schlechteren Zeiten sicher durch das Allerwasser gesteuert hat.

Nach einem einstimmigen Ratsbeschluss zum Ehrenbürgermeister ernannt

„Sie haben sicher in Hans Nuß einen guten Ziehvater gehabt“, sagte Samtgemeinde-Bürgermeister Carsten Niemann, nachdem der neue Bürgermeister Ralph Beckmann Tamke nach einem einstimmigen Ratsbeschluss zum Ehrenbürgermeister ernannt und eine herzliche Laudatio auf den scheidenden Kollegen gehalten hatte.

Beckmann erinnerte dabei an Tamkes Einsatz für die Kindergärten, für die Feuerwehr, für die ganze Samtgemeinde und für das Aller-Leine-Tal. „Sie haben das Leben des Ortes in den vergangenen 45 Jahren geprägt, haben für eine sonst kaum noch gelebte Harmonie im Rat gesorgt, weil Sie immer wieder ein Ergebnis gefunden haben, das uns alle zufriedengestellt hat.“ Hodenhagen habe Tamke sehr viel zu verdanken.

Lob aus der großen Politik

Viele weitere Dankesworte folgten, von den Fraktionen mit kleinen Geschenken, von der kleinen und großen Politik, viel Lob natürlich aus der eigenen Partei, mit einer Live-Schalte nach Berlin, von wo SPD-Generalsekretär und „Architekt der Ampel-Koalition“ Lars Klingbeil seinen Dank an Karl-Gerhard Tamke für die bis heute anhaltende Unterstützung sagte.

Sebastian Zinke überreichte dem scheidenden Bürgermeister als höchste Anerkennung der SPD die Willy-Brandt-Ehrenmedaille. Der Landtags- und Kreistagsabgeordnete erinnerte daran, dass Karl-Gerhard Tamke irgendwann auch einmal hatte Landrat werden wollen. Er habe aber seinem Freund Peter Rabe den Vorrang gelasssen.

Der Hodenhagener Künstler und Sänger Peter Pöllmann verlieh diesem Abend mit seinen Beatles-Songs und seiner Gitarre einen zusätzlichen Schwung. Und dann ehrte auch Helma Spöring, die den Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund vertrat, Tamke mit einer weiteren Ehrenurkunde. Die Reihe der Gratulanten war lang und viele Hände zu schütteln. Unter ihnen auch die SPD- Kultfigur Dieter Möhrmann.

Fast ein wenig leiser als sonst verabschiedete sich Karl-Gerhard Tamke von seinem Amt. Dankte vielen, dankte vor allem seiner Familie und den Hodenhagener Einwohnern. „Wir haben zusammen viel erreicht. Ich habe Freude an meinem Amt gehabt.“ Es wurde ein langer Abend im Serengeti-Park.

Von Klaus Müller

Rubriklistenbild: © Müller

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