Die Kleinsten bewirken Großes

„Bug-Safari“ im Serengeti-Park: Riesengroße Ameisen und Ohrenkneifer

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Parkchef Fabrizio Sepe.

Hodenhagen - Im Serengeti-Park Hodenhagen treffen Gäste bereits seit über 40 Jahren auf die größten Landsäugetiere der Welt, die schnellsten und imposantesten Raubtiere, seltene und vom Aussterben bedrohte Arten und viele einmalige Tiere mehr. Aber nicht nur die großen Tiere sind wichtig, auch die kleinsten spielen eine bedeutende Rolle. So erfüllen Insekten, die in natura nur wenige Millimeter groß sind, wichtige Aufgaben für die Natur und Umwelt.

Ameisen beispielsweise sind die Gesundheitspolizei des Waldes, da sie Schädlinge fressen. Bienen sind die Gärtner der Natur, sie tragen den Pollen von Pflanze zu Pflanze und sorgen damit für ihre Vermehrung. Ohrenkneifer gelten als Beschützer der Pflanzen, denn sie fressen Blattläuse und abgestorbene Pflanzenteile.

In der neuen „Bug-Safari“ werden im Serengeti-Park jetzt auch diese kleinen Tiere riesengroß. So wachsen Ameise, Biene, Ohrenkneifer und Co. zum Teil auf die Größe eines Elefanten an.

Detailgenaue Nachempfindung in starker Vergrößerung

Die bis zu drei Meter großen, detailgetreu nachempfundenen Tiere können wahlweise am Ende der Serengeti-Safari mit dem eigenen Fahrzeug passiert oder in aller Ruhe von der Aussichtsplattform neben dem Gehege der Weißen Löwen bewundert werden.

„Wir möchten diese erstaunlichen Eindrücke nutzen und auf die wichtigen und nützlichen Aufgaben der Insekten aufmerksam machen. Die Natur ist ein perfekt abgestimmtes Zusammenspiel, in dem auch die allerkleinsten Lebewesen Großes bewirken“, erklärt Dr. Fabrizio Sepe, Inhaber und Geschäftsführer des Serengeti-Parks.

Lernangebot auch für Schulen

Das aktuell beste Beispiel für dieses Phänomen und die einmaligen Geschöpfe, die die Natur hervorbringt, sind die Larven der Großen Wachsmotte. So fand erst kürzlich eine spanische Biologin per Zufall heraus, dass diese vermeintlichen Schädlinge den biologisch kaum abbaubaren Kunststoff Polyethylen (PE) fressen und offenbar zersetzen können.

„Wenn es den Forschern nun gelingt, das für diesen Prozess zuständige Molekül oder Enzym zu isolieren, wäre das ein bahnbrechender Schritt zum Abbau des von Menschen in Unmengen produzierten Plastikmülls. In unserer neuen Bug-Safari wollen wir eben genau solche besonderen Kleinsttiere hervorheben“, kann sich Fabrizio Sepe für die neue „Bug-Safari“ begeistern.

Der Serengeti-Park ist als außerschulischer Lernort anerkannt und bietet in seiner Safari-Schule ein umfangreiches pädagogisches Programm für Kindergärten und Schulen an. Die „Bug-Safari“ wird neben der Information der Tagesgäste auch in Führungen integriert und stellt einen weiteren Bestandteil des Lernangebots dar. Die neue Attraktion ist täglich zu sehen.

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