Voige stellt Entwürfe für 2014 vor

Haushalten mit überschaubaren Ressourcen

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Mit dem spitzen Bleistift rechnen, das kennt im Rethemer Rathaus nicht nur Cort-Brün Voige. ·

Rethem - „Die erforderlichen Dinge – plus ein bisschen mehr“, beschreibt Samtgemeindebürgermeister und Stadtdirektor Cord-Brün Voige die Möglichkeiten, die die Haushaltsentwürfe auch 2014 für Stadt und Samtgemeinde finanziell hergeben. Es seien „sehr überschaubare Ressourcen“, sagt Voige im Pressegespräch.

Unzufrieden wirkt der Verwaltungschef aber nicht. Und das Lächeln hängt sicher nicht nur mit der endlich im Entwurf vorliegenden Eröffnungsbilanz zusammen. Rethem sei zwar ein wirtschaftlich schwaches Gebiet, räumt Voige ein. Dennoch sei es gelungen, die Verschuldung in den vergangenen Jahren nach unten zu fahren. Und: Im vergangenen Jahr habe man deutliche Gewerbesteuer-Zuwächse verzeichnen können.

So wird die Stadt Rethem ihren Finanzhaushalt 2013 denn auch mit einem erheblich kleineren Defizit als angenommen abschließen. Ein Minus von mehr als 276 000 Euro war veranschlagt gewesen. Jetzt bleibt die Stadt um rund 240 000 Euro unter diesem Ansatz. Der Fehlbetrag im Entwurf 2014 liegt derzeit bei 171 000 Euro.

Mühle wird

endlich saniert

Die ganz großen Sprünge erlaubt der Inhalt des Stadtsäckels den Verantwortlichen demnach nicht. Ganz oben auf der Vorhabenliste steht nun aber endlich die Sanierung der Bockwindmühle. „Es ist eine freiwillige Leistung“, betont Voige. Aber schließlich handele es sich bei der Mühle um ein Wahrzeichen.    

155 000 Euro soll das Wiederherrichten des historischen Bauwerks kosten. Allerdings habe die Stadt neun potenzielle Fördermitelgeber kontaktiert. Daher hoffe die Stadt, dass sich ihr Anteil an den Sanierungskosten unterm Strich auf 33 000 Euro beschränkt.

Ähnlich hoch sind die Kosten für die Erneuerung des Regenwasserkanals von der Allertalstraße bis zur Aller. 35 000 Euro sind dafür veranschlagt. 20 000 Euro fließen in die Erneuerung der Schipsebrücke in Rethem-Moor. Der Ort soll, mit Unterstützung durch den Sportverein, in diesem Jahr für 3 000 Euro einen Spielplatz erhalten, der aber in der Trägerschaft der Stadt verbleibt. Die Erneuerung der Bergstraße (125 000 Euro) sowie ein neuer Regenwasserkanal in der Ostpreußenstraße (22 500 Euro) sind auf das nächste Jahr verschoben.

Zwei richtig dicke Brocken stehen im laufenden Jahr im Haushaltsplan der Samtgemeinde: 130 000 Euro für eine neue Sandfang-Anlage sowie 110 000 Euro für die Beschaffung einer Presse. Großteile der Kläranlage, so Voige, seien inzwischen 20 Jahre alt. Das mache nun höhere Ersatzinvestitionen nötig.

Insgesamt haben die Investitionen in das Abwasserwesen 2014 ein Volumen von 305 700 Euro, berichtet der Samtgemeindedirektor. Diese Ausgaben seien jedoch gedeckt, verweist er auf die Abwassergebühren.

Auch die Samtgemeinde muss und will der Inklusion Rechnung tragen. Bezogen auf die Grundschule bedeutet das: 12 000 Euro stehen im Haushalt bereit für den Kauf höhenverstellbarer Tische. Weitere 15 000 Euro sind eingesetzt für eine fachplanerische Untersuchung. „Wir werden wahrscheinlich zwei Fahrstühle brauchen“, nimmt Voige ein Ergebnis der Expertise schon einmal vorweg.

Insgesamt sieht der Verwaltungschef die Samtgemeinde in Sachen Schule, Katastrophenschutz oder auch Abwasser relativ gut aufgestellt. Sanierungsstaus der Vergangenheit würden sukzessive abgearbeitet. Die entstehenden Kosten würden zum Teil über Gebühren wieder hereingeholt. Denn dafür Schulden zu machen, sei nur eine Verlagerung auf künftige Generationen und somit „Augenwischerei“. · kp

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