Samtgemeindebürgermeister-Wahl: Nominierung für den 22. Januar geplant

Hannelore Hunter-Roßmann soll SPD-Kandidatin werden

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Die Spitzen der Rethemer SPD, Stephan Lüchau, Herbert Haase, Wolfgang Leseberg, Annette Schütz und Jonas Wussow (v.l.), stellten gestern Hannelore Hunter-Roßmann (3.v.l.) vor. Am 22. Januar soll die 51-Jährige offiziell nominiert werden. ·

Rethem - Die Wildeshausenerin Hannelore Hunter-Roßmann soll sich für die Rethemer SPD um das Amt des Samtgemeindebürgermeisters bewerben. Der Ortsvereinsvorstand, der die 51-Jährige gestern in der Rethemer Fähre vorstellte, votierte bereits einstimmig für die Diplom-Politologin. Am 22. Januar soll die Mitgliederversammlung die offizielle Nominierung beschließen.

Die Stimmung beim Vorstand und bei den Fraktionsführern war gestern schon mal verhalten optimistisch. „Wenn wir keine Chancen sähen, hätten wir keine Kandidatin gesucht“, sagte Ratsherr Wolfgang Leseberg mit Blick auf den Tag der Entscheidung, den 25. Mai. Dass Hunter-Roßmann nicht aus der Samtgemeinde stammt, wertet der stellvertretende Fraktionsvorsitzende dabei durchaus als Vorteil: „Hier kommt jemand mit einem anderen Blick auf Rethem – und mit einem riesigen Erfahrungsschatz.“

In ihrer Wahlheimat Wildeshausen vertrat Hannelore Hunter-Roßmann die SPD bereits im Stadtrat und im Kreistag des Landkreises Oldenburg. Darüber hinaus sitzt sie im Vorstand des SPD-Unterbezirks Oldenburger Land und im Landesvorstand der SGK, einer Interessenvertretung sozialdemokratischer Kommunalpolitiker. Beruflich ist Hunter-Roßmann als Pressereferentin des Awo-Bezirksverbands Weser-Ems und als Mitarbeiterin der SPD-Landtagsabgeordneten Renate Geuter tätig.

Ihr vielfältiges politisches Engagement machte schließlich die Rethemer SPD aufmerksam auf die 51-Jährige. Ein Besuch der kleinen Allerstadt inklusive Spaziergang auf dem Deich, vorbei am Burghof – „ein Kleinod“ – habe dann bei der Kommunalpolitikerin den Ausschlag gegeben, das Angebot anzunehmen.

„Mein Herz ist entbrannt für Rethem und die Möglichkeit, hier zu gestalten“, sagte sie. Die Stadt lade dazu ein, „als Marke entwickelt“ zu werden, formulierte sie die Herausforderung und zentrale Aufgabe einer Samtgemeindebürgermeisterin.

Eine große Bedeutung misst die Politologin dabei der Bürgerbeteiligung bei. Und Potenzial hat Hunter-Roßmann bereits ausgemacht. Sie sei sehr erstaunt gewesen über die zahlreichen sehr aktiven Vereine in der Samtgemeinde, sagte Hunter-Roßmann. Bestes Beispiel für das, was ehrenamtliches Engagement leisten könne, sei die jüngste Silvesterfeier am Burghof. Etwas in dieser Größenordnung zu organisieren, das sei enorm.

Es habe keinen Sinn, etwas von oben zu entscheiden. Vielmehr gelte es, gemeinsam mit den Einwohnern, den Verbänden, der Wirtschaft und der Landwirtschaft Leitbilder zu entwickeln, so dass die Samtgemeinde anders wahrgenommen werde: „fortschrittlicher“. Das mache Rethem auch für Neubürger attraktiver.

Den oft gehörten Satz, die Samtgemeinde befinde sich in einer Randlage, fegte die Wildeshausenerin denn auch schnell mal vom Tisch. Statt dessen verortete sie Rethem in Zentrum des Dreiecks Verden – Walsrode – Nienburg. „Ja, im Falle einer Wahl ziehen wir um“, hatte die 51-Jährige daher kein Problem mit einem Ortswechsel.

Die Entscheidung darüber liegt freilich bei den knapp 3 800 Wahlberechtigten. Sie von ihren Kompetenzen überzeugen ist also die Aufgabe der nächsten fünf Monate. Hannelore Hunter-Roßmann zeigte sich zuversichtlich, dass ihr dies gelingt: „Kämpfen konnte ich schon immer gut.“ · kp

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