Ratssitzung Häuslingen / Anschaffung eines Defibrillators? / Mindestlohn

„Stehen nicht schlecht da“

Häuslingen - In seltener Einigkeit verlief die Sitzung des Gemeinderates Häuslingen am Mittwochabend im Gemeinderaum. Die Mitglieder folgten den Beschlussvorschlägen einstimmig.

Bürgermeisterin Dr. Kathrin Wrobel stellte die Eröffnungsbilanz der Gemeinde zum 1. Januar 2011 vor. „Ich bin stolz, dass wir unsere Bilanz haben. Wir stehen gar nicht schlecht da.“ Die Bilanzsumme beträgt 1,9 Millionen Euro.

Wrobel erläuterte, dass die Werte von Grundvermögen durch Abschreibungen nach und nach weniger würden. In der Samtgemeinde besitze Häuslingen das geringste Grundvermögen. Dazu zählten Acker- und Weideland. Häuslingen habe in 2011 rund 6000 Euro an Rückstellungen gehabt, inzwischen verfüge die Gemeinde inzwischen über ungefähr 100000 Euro.

Torsten Gudehus, CDU, bezeichnete es als wesentlich, dass sie keine Schulden hätten. „Ich würde uns aber auch nicht als vermögend bezeichnen.“ Spannend sei die Entwicklung bei den Folgebilanzen.

Die Bilanz wird nun dem Rechnungsprüfungsamt vorgelegt.

Weiter stimmten die Ratsmitglieder einer Änderung der Kindergartensatzung zu. Inhaltlich ging es um Regelungen zur Aufnahme und zur Gebühr für die kurzzeitige Betreuung von Kindern. Die Nachfrage sei da, erläuterte die Bürgermeisterin. Beschlossen wurde eine Aufnahme von bis zu drei Tagen, wenn Platz zur Verfügung steht und keine pädagogischen Gründe dagegen sprechen. Für die Betreuung ist pro Tag eine Gebühr in Höhe von zehn Euro zu zahlen. Schnupperkinder, die kurze Zeit später den Kindergarten besuchen, zahlten nichts.

Weiter stimmten die Ratsmitglieder der Erhöhung des Entgeltes der geringfügig oder kurzfristig Beschäftigten der Gemeinde von 7,50 auf 8,50 Euro pro Stunde zu. „Das entspricht dem gesetzlichen Mindestlohn“, erklärte Wrobel. Der Aufwand für die Gemeinde steige um 40 bis 50 Euro pro Monat.

Wrobel berichtete, dass der Kindergarten Häuslingen als einer von 15 im Heidekreis für das Qualitätsentwicklungkonzept in Kindertageseinrichtungen (QuiK). ausgewählt worden sei. Ratsmitglied und Erzieherin Annedore Blank ergänzte, dass sie zwar ein eingespieltes Team seien, dass das Ganze aber noch mal einen Ruck geben könne und sie die Arbeit aus einer anderen Perspektive sähen.

Die Bürgermeisterin regte darüber hinaus die Anschaffung eines Defibrillators für die Gemeinde an. Mirko Kunze sprach von einer wirklich sinnvollen Einrichtung. Er habe für seine Firma ein Gerät angeschafft. Es gelte allerdings, es sinnvoll zu positionieren. Torsten Gudehus wollte wissen, was für Folgekosten eine Anschaffung nach sich ziehen würde. Kunze versprach, entsprechende Zahlen mitzubringen. Wrobel ergänzte noch, dass man Personen für die Wartung des Defibrillators schulen lassen könne.

Zum Thema SuedLink berichtete Voige von der jüngsten Infoveranstaltung in Rotenburg, dass vier Haupttrassen im Gespräch seien, von denen eine diese Woche bei der Bundesnetzagentur eingereicht werde. Zwei von 98 vorgeschlagenen Varianten könnten die Samtgemeinde Rethem mit betreffen – zumindest nach Stand des Kartenmaterials von 2011. Bei beiden würde der Windpark bei Groß Eilstorf gegen eine Realisierung sprechen.

sal

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