Maike Becker-Petzold ab 2012 zuständig

Grabstätte für Sternenkinder

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Sie betonten die Notwendigkeit der Grabstätte für Sternenkinder: Pastorin Maike Becker-Petzold, Dr. Walther Burkert und Pastorin Anne Wippermann (von links). ·

Walsrode - Chefarzt Dr. Walther Burkert von der Gynäkologie und Geburtsabteilung des Walsroder Krankenhauses zog eine positive Bilanz der ersten drei Jahre der Sternenkinder-Grabstätte auf dem Walsroder Friedhof.

Das Gemeinschaftswerk sei eine einmalige und vorbildliche Sache, so sind sich Pastorin Anne Wippermann und der Facharzt einig. „Was hier geschaffen wurde“ so Dr. Walther Burkert, „ist eine gelungene Stätte, an der Eltern ihren erlittenen Kindesverlust auch angemessen betrauern können.“

Zweimal pro Jahr, jeweils am letzten Freitag im Mai und im November, werden die so genannten Sternenkinder feierlich von der evangelischen Pastorin Wippermann bestattet. Sie hat Unterstützung vom katholischen Dechanten Siegmund Bulla, von den Friedhofsgärtnern und Bestattern im Kirchenkreis. „Bei der Bestattung der Sternenkinder schauen wir nicht auf die Religionszugehörigkeit“, so Wippermann.

Als Sternenkinder werden Fehl- und Totgeburten bis zu einem Gewicht von 500 Gramm sowie Gewebe aus legalen Schwangerschaftsabbrüchen bezeichnet. Früher hatte es im Kirchenkreis keine Möglichkeit der Bestattung gegeben, sondern in Rotenburg. Wippermann und Burkert wissen aus ihrer Erfahrung, wie wichtig es für Eltern, zum Beispiel nach einer Fehlgeburt, sein kann, einen Ort für ihre Trauer zu haben.

Zu den offiziellen Beerdigungsterminen trauen sich nicht immer alle betroffenen Eltern, so die Walsroder Pastorin nach drei Jahren Erfahrung. Sie wisse aber, dass die Grabstätte danach öfter besucht werde. Wippermann bestattet am Freitag, 25. November, um 14 Uhr, zum letzten Mal Sternenkinder auf dem Walsroder Friedhof. Ab Januar übernimmt die Rethemer Pastorin Maike Becker-Petzold ihre Aufgabe.

Dr. Burkert und die Pastorinnen weisen darauf hin, dass die Sternenkinder in Walsrode in einem kleinen Sarg und nicht in einer Urne bestattet werden. Dies sei ein wichtiger Hinweis für muslimische Mitbürger, so Wippermann. · hf

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