Mutmaßlicher Killer kommt aus Bremen

Er löschte eine ganze Familie aus: TV-Auftritt vor Horror-Mord in Bispingen

Er tötete eine ganze Familie – aber vorher trat er noch im Fernsehen auf. In der RTL2-Doku „Hartz, Rot, Gold“ wurde Maurice G.s Geschichte als Erfolg gefeiert.

Bispingen – Eine 35-jährige Frau und ihr Sohn (4) werden am Sonntag, 16. Mai, brutal ermordet in ihrem Haus im niedersächsischen Bispingen aufgefunden. Die Tochter (11) ist verschwunden. Zwei Tage später finden Ermittler der Polizei ihre Leiche * an einer Bundesstraße.

Gemeinde in Niedersachsen:Bispingen
Fläche:128,6 Quadratkilometer
Bevölkerung:6.256 (Stand: 31. Dezember 2008)
Landkreis:Heidekreis

Der 34-jährige Bremer Marco G. wird wenige Stunden nach dem Leichenfund am Sonntag von Spezialkräften festgenommen, unweit von dem Ort, wo auch die Leiche der 11-Jährigen gefunden wurde. Noch hat sich der mutmaßliche Familien-Killer nicht zu der Tat geäußert. Das Motiv bleibt weiterhin unklar.

Horror-Tat in Bispingen: Mutmaßlicher Killer im TV

Doch Fernsehzuschauer konnten bereits einen Einblick in Maurice G.s Leben erhalten – in der RTL2-Dokureihe „Hartz, Rot, Gold“. Das berichtet die „Bild“-Zeitung. Die Folge, die 2020 ausgestrahlt wurde, zeigt den Bremer Stadtteil Gröpelingen (37500 Einwohner, 11000 Hartz IV-Bezieher). Hier arbeitete G. Anfang 2019 als Nachtwächter.

Vier Wochen vorher war er noch obdachlos, schlief an der Elefanten-Statue im Nelson-Mandela-Park, nahe des Bremer Hauptbahnhofs. In dem Fernseh-Beitrag erzählt der gelernte Koch, der später mutmaßlich drei Menschen tötete, wie er in die Obdachlosigkeit abrutschte.

Familienmord in Bispingen: Maurice G. war vorbestraft

„Es ist dazu gekommen, weil ich meinen Job geschmissen habe. Dadurch habe ich dann meine Wohnung verloren und dann lebte ich auf der Straße“, so der heute 34-Jährige im Beitrag. Er sei verheiratet gewesen, hat einen vierjährigen Sohn. Als die Ehe zebrach, zog es ihm den Boden unter den Füßen weg.

In einem Waldstück unweit von Bispingen wird am Dienstag die Leiche der 11-jährigen Lilli Marie gefunden.

Maurice G. war laut der „Bild“-Zeitung zu dem Zeitpunkt der Doku bereits vorbestraft – wegen Körperverletzung/Nötigung und Verstoßes gegen das Waffengesetz. Der Fernsehzuschauer erfährt davon allerdings nichts.

Bispingen: So soll der Mörder die Familie ausgelöscht haben

Der Bremer G. zog drei Monate vor dem Mord nach Schneverdingen, kam Ende März mit der nun getöteten Stefanie aus Bispingen zusammen. Knapp sechs Wochen später sind sie und ihre beiden Kinder (4, 11) tot *.

Der Killer soll nach einem Streit in der Nacht zu Sonntag zu dem Haus in Bispingen zurückgefahren sein, den 4-jährigen Lucas in seinem Kinderzimmer erwürgt und die Mutter im Schlafzimmer getötet haben. Wie die Lilli Marie zu Tode kam, das ist bislang unklar. Die 11-Jährige soll an diesem Morgen vom Brötchen holen nach Hause gekommen sein. * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Tnn

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