1000 Gymnasiasten beteiligen sich in Walsrode an Aktion „One Billion Rising“

Eine Kette gegen Gewalt

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Die Schülerinnen und Schüler klatschten rhythmisch in die Hände. ·

Walsrode - Eine Menschenkette bildeten gestern Vormittag etwa 1000 Schülerinnen und Schüler des Walsroder Gymnasiums um ihr Gebäude. Sie wollten damit im Rahmen einer weltweiten Aktion mit dem Namen „One Billion Rising“ ein Zeichen gegen Gewalt setzen.

Die Idee, in Walsrode etwas zu organisieren, hatte die Lehrerin Gabi Windisch gehabt. Sie bat ihre Kollegin Johanna Behling von der AG Gewaltprävention um Unterstützung. „Für mich war klar, dass sich die AG der Aktion anschließen muss und will“, so Behling. Sie und Dagmar Schuettforth machten sich an die Organisation. Schulleiter Johannes Klapper hätte die Idee sehr wohlwollend aufgenommen. Und die Gleichstellungsbeauftragten von Bomlitz, Cristine Idrizaj, und Walsrode, Priska Wethkamp, waren gestern ebenfalls mit von der Partie. Unterstützung erhielt die Aktion darüber hinaus vom Verein Frauen helfen Frauen.

Auf den Gedanken, eine Menschenkette zu bilden, sei schließlich die Schülervertretung gekommen. Sie hätten die Schule umarmen und zusammenstehen wollen.

Die Idee von „One Billion Rising“ sei es, auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen. Sie hätten am Gymnasium allerdings entschieden, sich gegen Gewalt allgemein auszusprechen. Es sei gleich allen klar gewesen, dass sie sich auf der Straße gegen Gewalt positionieren wollten. Während sich fast alle Mädchen hätten beteiligen wollen, sei die Reaktion der Jungs zunächst verhalten gewesen. Etwa ein Viertel, so die Schätzung, hätte schließlich aber doch mitgemacht.

Als die Kette um die Schule geschlossen war, klatschten die Jugendlichen in die Hände. Dann streckten sie den linken Arm mit ausgestreckten Zeigefingern hoch. Dieses Zeichen der Geschlossenheit der Gemeinschaft gegen Gewalt sei ein unglaublicher Anblick gewesen, so Behling. „Ich hatte Gänsehaut.“

„Die Schüler wollten ihre Meinung äußern und dazu beitragen, dass die Welt besser wird“, sagte die Organisatorin. Wer nicht mitmachen wollte, sei aber trotzdem respektiert worden.

Angeregt wurde die Aktion „One Billion Rising“ von der New Yorker Künstlerin Eve Ensler. · sal

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