Krippengruppe in der Rethemer Arche / Sogar der Mittagsschlaf klappt

„Echt zufriedene Kinder“

So bequem geht es für die Krippenkinder in den Londy-Park. ·
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So bequem geht es für die Krippenkinder in den Londy-Park. ·

Rethem - Ungeduldig rutscht Tara auf ihrem Stuhl herum, während Lars fröhlich kräht. Sie und die anderen sieben Kinder haben im Moment nur eins im Blick: das Mittagessen, das Regine Vergöhl und Praktikantin Nadine Bromberg auf die orangefarbenen Plastikteller löffeln. Natürlich viel zu langsam aus Sicht der Ein- und Zweijährigen.

Nachdem die Krippengruppe in der Kindertagesstätte Rethemer Arche mit einer Woche Verspätung angefangen hatte, läuft nun alles gut. „Die Kinder werden gestaffelt aufgenommen, jeden Tag eins mehr“, berichtet die Leiterin der Einrichtung, Dörthe Göritz-Timme. Und die anfängliche Sorge, die Gruppe nicht füllen zu können, hätte sich, dank ausreichend Anmeldungen, auch gegeben. Sieben ein- und vier zweijährige Jungen und Mädchen sorgen im neu gestalteten Krippenraum für Leben.

Derzeit gehe es für die jüngsten Besucher darum, gemeinsam den Tag im Kindergarten kennen zu lernen, so Göritz-Timme. Rituale seien wichtig, aber auch der Aufbau von Bindungen.

Sie freue sich besonders, so die Leiterin, dass es in der Gruppe drei kompetente Fachleute gebe. Neben Regine Vergöhl und Ilona Völker vom Arche-Team die Praktikantin Nadine Bromberg, die bereits eine Ausbildung zur Sozialassistentin absolviert hat. Sie möchte in der Kindertagesstätte Erfahrungen sammeln.

Für die Kleinen beginnt der Tag um acht Uhr. Eine halbe Stunde später flitzen sie auf die blaue Matte und halten sich beim Singen die Ohren zu. Das liege jedoch nicht am Klang, versichert Vergöhl, sondern am Text des Liedes: „Meine Ohren sind verschwunden.“

Dann wird der Frühstückstisch gedeckt. Inzwischen holten sich die Kinder ihre Taschen schon selbst, sagt die Erzieherin. „Sie haben auch gelernt, selbst zu essen.“ Und sie benötigten immer weniger Nuckelfläschen. Die Jüngeren guckten sich das Trinken aus dem Becher bei den anderen ab.

Nach dem Frühstück machen alle einen Abstecher auf den Wickeltisch, bevor es bei schönem Wetter mit Fahrradanhänger und „Turtle-Bus“ Richtung Londy-Park geht. Hier wird nach Herzenslust getobt. Nach einer erneuten Wickelrunde folgt das Mittagessen. „Kartoffeln, Soße, Gemüse, Reis, Nudeln – den Kindern schmeckt‘s“, so Vergöhl. Dann ist Mittagsschlaf angesagt. Und dass alle auch tatsächlich ihre Ruhe fänden, liege am tollen Verhalten der übrigen Kinder im Haus. „Sie schleichen zur Abholzeit durch den Flur.“

Mit Heimweh und Trennung hätten sie kein Problem gehabt, sagt Vergöhl. „Wir haben echt zufriedene Kinder hier.“ Und auch auf dem Elternabend geäußerte Bedenken, was das Essverhalten oder das Windelwechseln angehe, hätten sich als unnötig erwiesen. „Sie liegen lammfromm auf dem Wickeltisch. Das klappt toll.“ Das Krippenteam wolle alle pädagogischen Bereiche mit abdecken. Ziel sei es, für jeden das Richtige zu finden. Ihr selbst, so Vergöhl, sei es anfangs schwergefallen, die integrative Gruppe zu verlassen. „Jetzt bin ich ganz glücklich, hier zu sein.“

Wer die neuen Räume kennen lernen möchte, sollte am Mittwoch, 12. Oktober, von 15 bis 18 Uhr, zum Herbstfest der Rethemer Arche kommen. Es sind diverse Aktivitäten für Groß und Klein geplant. Und der Förderverein Zwergendünger sorgt für Kaffee und ein großes Kuchenbuffet. · sal

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