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Aller-Anrainer müssen Umgang mit Wasser neu lernen

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Von: Klaus Müller

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Die beiden Samtgemeinde-Bürgermeister Carsten Niemann (Ahlden, Mitte) und Björn Symank (SG Rethem, rechts) eröffneten gemeinsam mit dem Abschnittsleiter Süd der Kreisfeuerwehr, Gerold Bergmann (Hünzingen) die Ausstellung im Brinkhaus, die aus Wietze „angewandert“ kam und anschließend in verschiedenen Orten bis Verden zu sehen sein wird.
Die beiden Samtgemeinde-Bürgermeister Carsten Niemann (Ahlden, Mitte) und Björn Symank (SG Rethem, rechts) eröffneten gemeinsam mit dem Abschnittsleiter Süd der Kreisfeuerwehr, Gerold Bergmann (Hünzingen) die Ausstellung im Brinkhaus, die aus Wietze „angewandert“ kam und anschließend in verschiedenen Orten bis Verden zu sehen sein wird. © Müller

Mal kommt zu wenig, dürstet die Natur. Dann wieder kommt zu viel, sorgt Starkregen für Überschwemmungen. Der Klimawandel zeigt sich gerade bei Wasser auf dramatische Weise. Darauf will jetzt auch eine Wanderausstellung in Hodenhagen aufmerksam machen.

Hodenhagen/Rethem – Wie wichtig der Hochwasserschutz in Zeiten des Klimawandels in der Region Aller-Leine ist, zeigt eine Veranstaltungsreihe in der Samtgemeinde Ahlden, die von der Kommunalen Umwelt-Aktion in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) angeboten wird. Am Mittwoch wurde dazu eine Wanderausstellung im Brinkhaus in Hodenhagen eröffnet. Sie wird dort bis zum 18. Mai zu sehen sein. Beteiligt daran sind auch die beiden anderen Samtgemeinden Schwarmstedt und Rethem.

Ahldens Samtgemeinde-Bürgermeister Carsten Niemann führte aus, dass mit der Wanderausstellung „KlimaEinFluss“ eine breite Öffentlichkeit entlang der Aller für dieses Thema sensibilisiert werden soll. Trockene Böden an Aller und Leine, dann wieder Starkregen würden immer wieder zu Problemen führen. Und das werde sich fortsetzen. Niemann rief die Bevölkerung auf, zu diesen Veranstaltungen nach Hodenhagen und Ahlden zu kommen, denn sie werden für jeden wichtige Erkenntnisse bringen.

Das Hochwasser-Infomobil kommt am Samstag zum Hochwasserschutz-Aktionstag nach Hodenhagen.
Das Hochwasser-Infomobil kommt am Samstag zum Hochwasserschutz-Aktionstag nach Hodenhagen. © HKC Köln

Ergänzt wird die Ausstellung am Freitag, 6. Mai, 18.30 Uhr, im evangelischen Gemeindehaus in Ahlden durch ein Expertenforum rund um das Thema Wasser. Vier Fachleute werden im Rahmen von Kurzimpulsen beleuchten, welche gravierenden Auswirkungen der Klimawandel mit Hochwasser- und Starkregenereignisse auf Mensch und Natur haben wird. „Müssen wir den Umgang mit Regenwasser neu lernen und welche Möglichkeiten zur Eigenvorsorge gibt es?“ Antworten dazu will man an diesem Abend gemeinsam finden und mit Experten diskutieren.

Am Samstag, 7. Mai, geht es in Hodenhagen, Brinkweg 10, im Rahmen eines Hochwasser-Aktionstages dann in die Praxis. Das Team des Hochwasser-Kompentenz-Centrums (HKC) aus Köln ist in der Zeit von 10 bis 14 Uhr mit seinem Hochwasser-Infomobil auf der Brinkhausanlage zu Gast. Interessierte Besucher erhalten dort Tipps zu Objektschutz und Bauvorsorge auch bei Starkregen sowie zum richtigen Verhalten bei Hochwasserfall. Umrahmt wird das Beratungsangebot von einer Leistungsshow von THW und Feuerwehr der SG Ahlden mit Vorführung von speziellem und technischem Großgerät nebst Wasserrettung. Gegen 11 Uhr ist als weiteres Highlight ein Hochwasserszenario zu bewältigen, in dem durch das Aufschichten von zuvor zu füllenden Sandsäcken gegen stetig steigendes Wasser angearbeitet werden muss. „Ein persönliches Mitmachen an der Wasserfront ist ausdrücklich erwünscht!“, betonte Carsten Niemann. Für das leibliche Wohl sorgt die Ortswehr Hodenhagen.  

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