Versammlung des Land- und Forstwirtschaftlichen Vereins Rethem

Bessere Öffentlichkeitsarbeit

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Viele Mitglieder hörten die Vorträge. 

Häuslingen - Zur Mitgliederversammlung und einer sich daran anschließenden Vortragsveranstaltung hatte der Land- und Forstwirtschaftliche Verein Rethem ins Gasthaus „Glück Auf“ nach Häuslingen eingeladen.

Der Kreislandvolkvorsitzende Jochen Oestmann richtete ein agrarpolitisches Grußwort an die Mitglieder. Er gab eine Übersicht über die aktuelle Agrarpolitik. Unter anderem ging er auf die nationale Ausgestaltung und Abstimmung zwischen Bund und Ländern ein.

Oestmann erwähnte die Kürzung bestimmter Prämien und erklärte, welche Bedingungen vorliegen müssten um einen Anspruch auf Beihilfe erheben zu können. Beispielsweise sagte er, dass die ersten 46 Hektar einer Fläche, für die Beihilfe beantragt werde, besser und höher dotiert würden als die folgenden. Er forderte das Landvolk auf, sich besser in die Öffentlichkeitsarbeit einzubringen, regte Workshops für junge Mitglieder an und wies auf den Tag des offenen Hofes am Sonntag, 15. Juni, in Groß Eilstorf hin. Bei allem gelte es, sich an Recht und Ordnung zu halten, sagte Oestmann. Nur so könne man glaubhaft argumentieren.

Anschließend ergriff Kreislandwirt Heiner Beermann das Wort. Er ging auf den „Mythos Agrarwende“ ein. Ohne Zweifel unterliege die Landwirtschaft einem Strukturwandel. Könne deshalb gleich von einer „Agrarwende“ gesprochen werden ?

Beermann veranschaulichte die Situation, in der sich die bäuerliche Landwirtschaft befindet. Er erwähnte die Stückkostenvorteile großer Produktionseinheiten, die immer mehr an Bedeutung gewinnen würden. Außerdem sprach er die Ressourceneffizienz und den Klimaschutz an. Beide Themenbereiche gerieten immer häufiger in den Fokus. Mehr Augenmerk werde zudem den Haltungsbedingungen gewidmet, und auch der Grundwasserschutz dürfe nicht außer Acht gelassen werden.

Beermann betonte, dass landwirtschaftliche Betriebe mehr als bisher zusammenarbeiten und ein Team bilden müssten, um gewinnbringend zu arbeiten und den Landwirten mehr Lebensqualität zu verschaffen. Außerdem gewinne das „Precision Farming“ immer mehr an Bedeutung. Hierbei geht der Landwirte auf die Unterschiede des Bodens auf einem einzigen Feld ein.

Beermann schloss mit der Feststellung, dass es eine ideologisch verbrämte Rückwendung zur Landwirtschaft früherer Jahre nicht geben werde.

Forstamtmann Rolf Euhus referierte im Anschluss über forstwirtschaftliche Tagesfragen. Den Abschluss bildete der Vortrag „Das Beste für den Betrieb = Das Beste für mich“ von Anne Dirksen.

Heute, 11. Januar, wird nach einem Sektempfang um 18.30 Uhr ein Festessen serviert, und gegen 20.30 Uhr beginnt der Landwirtschaftliche Ball. ·

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