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„Wollen starke Landwirtschaft sein“

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Ein Mann mit Brille steht vor einem Regal und einem Plakat mit dem Schriftzug Landvolk Niedersachsen und dem zugehörigen Wappen.
Henning Jensen ist neuer Geschäftsführer des Landvolkverbandes. © Müller

Henning Jensen, der neue Geschäftsführer des Landvolk-Kreisverbandes Lüneburger Heide, will den direkten Kontakt zur übrigen Bevölkerung suchen, noch mehr Aufklärung leisten und mit anderen Verbänden und der Politik eng zusammenarbeiten.

Bad Fallingbostel – Jung, fachkompetent und dynamisch, so stellte sich Henning Jensen, neuer Geschäftsführer des Landvolk-Kreisverbandes Lüneburger Heide, am Dienstag in einem Pressegespräch vor. Jensen hat am 1. Januar die Leitung des Landvolks von Klaus Grünhagen übernommen. Dieser wollte seine Tätigkeit reduzieren, wird dem Kreislandvolk aber erhalten bleiben.

In einem Statement würdigte der neue Geschäftsführer das Wirken seines langjährigen Vorgängers und hob dessen Fachkompetenz hervor.

Jensen kündigte an, neue Wege gehen zu wollen. „Wir werden uns mehr digital aufstellen müssen, auch in der Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedern“, sagte der 36-Jährige, der eine intensive Vorbereitungszeit auf seinen neuen Arbeitsbereich durchlaufen hat.

Henning Jensen interessiert sich besonders für Sauenhaltung

Nahe Flensburg aufgewachsen, immer in Kontakt mit der Landwirtschaft, ging er zunächst ins Naturschutzzentrum auf der Insel Amrum. Er schaute in Betriebe seiner Region hinein und interessierte sich besonders für Sauenhaltung und damals schon für Fotovoltaik, arbeitete im Landvolkverband Mittel-Weser in Syke und war bei der Land-Data in Visselhövede tätig, einem der Marktführer in der Buchführung landwirtschaftlicher Betriebe. 2017 kam er in den Heidekreis und entwickelte im „Grünen Zentrum“ in Bad Fallingbostel neue Projekte, um die Mitglieder an ihren Verband zu binden und die Öffentlichkeit noch mehr für die Landwirtschaft zu interessieren. Jensen lebt in Martfeld, ist dort mit einer Biologin verheiratet, hat zwei Kinder und züchtet in seiner Freizeit Sattelschweine, eine seltene Rasse.

Ein gelb geklinkertes Gebäude trägt an der Wand eine Schild mit dem Landvolk-Wappen und einem Plakat darunter, auf dem SuedLink steht.
Das „Grüne Zentrum“ in Bad Fallingbostel. © Müller

„Wir wollen eine starke Landwirtschaft sein im Heidekreis. Dabei suchen wir mehr und mehr den direkten Kontakt zur übrigen Bevölkerung“, lautet das Ziel des jungen Agrarökonoms. Es gelte, noch mehr Aufklärung zu leisten und mit anderen Verbänden und der Politik eng zusammenzuarbeiten. „Wir sind ein wir“, betonte Jensen.

Er sprach von strategischen Stoßrichtungen, die er angehen möchte. Davon, dass Landwirtschaft in ihren Forderungen noch klarer werden müsse. „Wir wollen vor allem unsere 3 995 Mitglieder bei ihrer täglichen Arbeit unterstützen und auf plötzlich auftretende Themen besser vorbereitet sein, um agieren zu können.“

Mit Werner Maß, der weiterhin für den Bereich Buchholz/Nordheide zuständig sein wird, teilt sich Henning Jensen die umfangreiche Arbeit. Das Landvolk betreut rund 1 200 Betriebe buchhalterisch. Jensen ist hauptsächlich für den Heidekreis zuständig, eine Aufgabe, auf die er sich besonders freut, „weil es hier beispielsweise auch andere Früchte gibt, die angebaut werden, wie Blaubeeren, weil es hier den Aller-Leine-Raum mit seinen Themen gibt und weil ich hier in einem Zentrum mit sehr kreativen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angekommen bin.“  mü

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