Kooperation von 3N und dem Verein Heidehöfe geht in die Umsetzung

Wildpflanzenanbau als Baustein

Eine Gruppe von Menschen steht am Feldrand vor üppig blühenden Wildblumen.
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Ein buntes Blütenmeer bilden die mehrjährigen Wildpflanzen. Das Land fördert die Bereitstellung von Flächen mit 500 Euro pro Hektar im Jahr.

Heidekreis – Zukünftig in Projekten noch enger zusammenarbeiten wollen das 3N Kompetenzzentrum Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe und Bioökonomie (3N) und der Verein Vereinigte Heidehöfe für Naturschutz aus Bispingen. Im Nachgang zur gemeinsam durchgeführten Feldbesichtigung von mehrjährigen Wildpflanzenbeständen wurde in Soltau der Kooperationsvertrag unterzeichnet.

  • 3N bündelt eine große Expertise im Bereich der Bioökonomie
  • Besichtigung von zwei mehrjährigen Wildpflanzenbeständen auf Heidehöfen
  • Kooperationsvertrag in Soltau unterzeichnet

„Dies ist eine Kooperation für den Umwelt- und Naturschutz und die nachhaltige Landnutzung. Ziel ist die Biodiversitätssteigerung im Heidekreis und darüber hinaus“, informieren die Kooperationspartner bei der Unterzeichnung.

Die Vereinigten Heidehöfe für Naturschutz haben sich zum Ziel gesetzt, Naturschutz als Betriebszweig freiwillig zu fördern, Biotope hierfür bereit zu halten, Pflegemaßnahmen durchzuführen und nachhaltige Projekte umzusetzen.

„Die Landwirtschaft leistet mit unserem Verein mit heute mehr als 130 Höfen bereits einen eigenständigen Beitrag zum Naturschutz im Heidekreis“, erklärt der Vorsitzende der Vereinten Heidehöfe, Dr. Andreas von Felde. „Mit dem 3N Kompetenzzentrum haben wir nun einen weiteren wichtigen Partner an unserer Seite.“

Das Kompetenzzentrum 3N ist mit seinem Büro in Bad Fallingbostel der regionale Ansprechpartner. 3N bündelt eine große Expertise im Bereich der Bioökonomie unter anderem der energetischen und stofflichen Nutzung von Pflanzen unter besonderer Betrachtung der Biodiversität. Diese Erfahrungen sollen gemeinsamen Projekten zugutekommen.

Der Feldbesichtigung folgte die Unterzeichnung des Kooperationsvertrages.

„Wir wollen gemeinsame Forschungs- sowie Anwendungsprojekte in der hiesigen Landwirtschaft gestalten“, erklärt die 3N-Geschäftsfüherin Dr. Marie-Luise Rottmann-Meyer in einer Pressemitteilung. Erste Umsetzungen laufen bereits an. Auch die gegenseitige Unterstützung von Veranstaltungen soll den Kenntnistransfer unterstützen und Synergien nutzen, was der Feldtag bereits gezeigt habe.

Auf dem Programm stand die Information zur aktuellen niedersächsischen Förderrichtlinie zum mehrjährigen Wildpflanzenanbau und die Besichtigung von zwei mehrjährigen Wildpflanzenbeständen auf Betrieben der Heidehöfe, die bereits im vergangenen Jahr angelegt wurden und nun Biomasse und ein buntes Blütenmeer bilden. Davon konnten sich die rund 15 teilnehmenden Landwirte und Biogasanlagenbetreiber überzeugen.

Die bisher sehr positiven Erfahrungen der Landwirte fasste Dr. Andreas zum Felde zusammen: „Wir haben hier für unsere leichten Standorte eine insektenfreundliche, ökologisch wertvolle und ökonomisch machbare Anbauoption für die Biomassegewinnung“.

Förderung: 500 Euro pro Hektar und Jahr

Die Grundlage für die Richtlinie, die den Anbau der mehrjährigen Wildpflanzen mit 500 Euro pro Hektar im Jahr fördert, legten zwei Forschungsprojekte der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) und des 3N Kompetenzzentrums. Carolin Brathe von 3N erläuterte die Richtlinie und stellte die Ergebnisse der Projekte den teilnehmenden Landwirten vor.

Die Ergebnisse belegen neben den ökologischen Vorteilen für viele gefährdete Arten, dass der Anbau von mehrjährigen Wildpflanzen bei dem derzeit praktizierten Düngeregime zu einer Vermeidung von Nitratausträgen in das Grundwasser führt.

Weitere Vorzüge könnten über die Bewertung der Fruchtfolgeleistung und den Humusaufbau festgestellt werden. Zusätzlich verhindere die ganzjährige Begrünung Bodenerosion. Besonders wichtig für interessierte Biomasseanbauer ist, die Frist zur Antragsstellung am 30. November zu beachten.

Wer Fragen zum Anbau der mehrjährigen Wildpflanzen hat, kann sich an das Team der LJN mit Berater Johann Högemann und 3N wenden. Sie geben Informationen weiter und kümmern sich um alle, die Fragen zum Thema haben.

Informationen

unter www.wildpflanzen-Niedersachsen.de.

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