Gesellschafterversammlung erfreut über Jahresabschluss 2020 des Heidekreis-Klinikums

Heidekreis-Klinikum ruft weniger Zuschuss ab als geplant

Dr. Achim Rogge.
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Dr. Achim Rogge.

Heidekreis – Hermann Norden, Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschafterversammlung des Heidekreis-Klinikums, hat mitgeteilt, dass der Wirtschaftsprüfer Solidaris dem Aufsichtsrat einen erfreulichen Jahresabschluss 2020 für die Heidekreis-Klinikum GmbH mit einem uneingeschränkten Testat bestätigt hat.

Ein Defizit von 4,56 Millionen Euro

Wie das Klinikum in einer Pressemitteilung schreibt, habe das Defizit der GmbH Anfang 2019, als Dr. Achim Rogge die Geschäftsführung übernommen hat, bei 13 Millionen Euro gelegen. Bereits 2019 sei dieses Defizit auf 9,9 Millionen Euro reduziert worden. Nun liege der Geschäftsbericht für das Jahr 2020 vor, und das Ergebnis weise noch ein Minus von 4,56 Millionen Euro auf.

Pandemiebedingt außergewöhnliches Jahr 2020

Wie das Heidekreis-Klinikum weiter mitteilt, sei 2020, durch die Corona-Pandemie und die Veränderungen, die alle Krankenhäuser bundesweit betroffen hätten, ein außergewöhnliches Jahr gewesen.

Rogge: „Unser Wirtschaftsplan für 2020 basierte auf der Annahme eines moderaten Leistungszuwachses, eines erhöhten Landesbasisfallwertes, aber auch unseren Prozessverbesserungen und Einsparungen im Bereich von Sach- und Personalkosten sowie dem Zuschuss von zehn Millionen Euro durch den Landkreis.“

Zuschuss des Landkreises nicht zur Gänze ausgeschöpft

Das tatsächliche Jahresergebnis beträgt 3,43 Millionen Euro, bei einem Defizitausgleich in Höhe von acht Millionen Euro. „Bereits während des laufenden Geschäftsjahres“, so Gabriele Remie, Leiterin des Rechnungswesens, „wurde uns klar, dass wir den von unserem Gesellschafter, dem Landkreis, eingeplanten Zuschuss in der Höhe von zehn Millionen Euro nicht zur Gänze ausschöpfen müssen. Letztendlich haben wir einen Zuschuss von acht Millionen Euro abgerufen.“

Das Jahresergebnis 2020 der GmbH hat sich im Vergleich zu 2019 und ohne den Defizitausgleich um rund 5,4 Millionen Euro auf ein Defizit von etwa 4,56 Millionen Euro verbessert.

Rogge: „Davon haben wir rund drei Millionen Euro durch die strikte Umsetzung der in 2019 eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen, wie zum Beispiel Prozessoptimierungen oder neue Kooperationspartner, verbuchen können. Zudem haben wir rund 2,4 Millionen Euro Mehrerlöse durch die Corona-Freihaltepauschalen erwirtschaftet.“

Trotzdem könne man nicht pauschal sagen, dass Corona eine Krankheit sei, die Krankenhäuser finanziell gesunden lässt, so Gabriele Remie. Aufgrund der von der Bundesregierung geforderten Freihaltung von Kapazitäten habe das Heidekreis-Klinikum seine Leistungen um 13 Prozent reduzieren müssen.

Umsatzeinbußen in der zweiten Welle

Rogge: „Damit lagen wir etwas unterhalb des, vom Krankenhauszweckverband Rheinland ausgerechneten Mittelwerts von 13,3 Prozent über alle mehr als 170 Mitgliedshäuser. Dennoch wurden Umsatzeinbußen, insbesondere in der sogenannten zweiten Welle eingefahren.“ Gabriele Remie ergänzt: „Die Leistungen der Standorte Soltau und Walsrode liegen insgesamt bei etwa 1,9 Millionen Euro unterhalb des Jahres 2019. Diese Verluste wurden aber, wie bereits erklärt, durch die Ausgleichszahlungen, die sogenannten Freihaltepauschalen, kompensiert.“

Empfehlung: Aufgebrauchtes Stammkapital wieder auffüllen

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 3. Juni dem Gesellschafter empfohlen, mit dem finanziellen „Plus“ von rund 3,4 Millionen Euro das seit 2016 aufgebrauchte Stammkapital in der Höhe von drei Millionen Euro wieder aufzufüllen und damit den von 2016 bis 2019 jährlich erhöhten Verlustvortrag abzulösen.

Norden und Rogge: „Es ist das Ziel des gesamten #teamhkk – unabhängig von gesetzlichen Schutzmaßnahmen beziehungsweise -zahlungen – durch eigene Maßnahmen wirtschaftlich stabil und solide dazustehen und im Landkreis Heidekreis eine gute medizinische und pflegerische Versorgung zu gewährleisten.“

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