Mahnwache und Demo gegen Ludendorffer

Weiter wachsam gegen Rassisten

Buntgemischte Demonstrantengruppe mit Samba-Trommlern, Bannerträgern und anderen. - Foto: Wehler

Dorfmark - Politische und „Gotterkenntnis“ fein säuberlich getrennt. Seit mehr als zehn Jahren an Karfreitag und Ostersonnabend die gleichen Rituale in Dorfmark: auf der einen Seite die Tagung einer völkischen Bewegung, die sich auf Mathilde Ludendorff beruft, auf der anderen, hinter Absperrgittern, eine bunte Mischung aus Antifaschisten, Gewerkschaftern, Politikern und Demokraten.

Seit mehr als 40 Jahren tagt der „Bund für Gotterkenntnis“ in Dorfmark. Die „Ludendorffer“, wie sich die Anhänger nennen, werden vom Verfassungsschutz beobachtet.

Das Dorfmarker „Bündnis gegen die Ludendorffer“ aus antifaschistischen Gruppierungen, Grünen, Gewerkschaftern und Demokraten lasse sich nicht beirren, so Karl-Heinz (Charly) Braun vom DGB, der die Dorfmarker Aktionen angemeldet hatte, in seiner Ansprache vor etwa 60 bis 70 Demonstranten am Ostersonnabend. Man müsse Flagge gegen die „völkische und rassistische Einstellung“ zeigen und offenlegen, wie demokratiefeindlich die Vereinigung sei. Man werde so lange auf der Straße sein, bis man diese „Undemokraten“ ganz aus Dorfmark und der Region vertrieben habe.

Aus polizeilicher Sicht verliefen die Mahnwache und die Demonstration problemlos. An beiden Tagen waren etwa 30 Einsatzkräfte vor Ort in Dorfmark eingesetzt. Von den Tagungsteilnehmern wurde kaum jemand auf der Straße gesehen. - hf

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